Keine Geisterspiele?

"Unseren Dauerkarteninhabern schuldig" - Köln kämpft um Rückrunde mit Fans

Der 1. FC Köln will in der Rückrunde nicht auf Fans verzichten. Foto: Getty Images.
Der 1. FC Köln will in der Rückrunde nicht auf Fans verzichten. Foto: Getty Images.

Seit dem 28. Dezember dürfen überregionale Großveranstaltungen nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Dennoch bemühen sich die Verantwortlichen des 1. FC Köln um eine Rückrunde mit Fans.

"Wir werden auf jeden Fall in der ersten Januar-Woche mit der Landesregierung in Düsseldorf und dem Gesundheitsamt Köln in den Dialog treten. Das sind wir allein schon unseren Dauerkarteninhabern schuldig", wird Alexander Wehrle, Noch-Geschäftsführer des 1. FC Köln, vom Express zitiert. Die Geißböcke orientieren sich dem Bericht zufolge an den Zuschauerzahlen in Berlin und Hamburg. Beide Bundesländer lassen entgegen des ursprünglichen Beschlusses Bundesligaspiele mit Fans zu. In Berlin dürfen bis zu 3000 Tickets verkauft werden, in Hamburg bis zu 5000. 

"Puffer" dank Hinrunde

Ausschlaggebend für die Bemühungen des 1. FC Köln sind auch wirtschaftliche Gründe. Dem Express zufolge verliert der Bundesligist pro Geisterspiel 1,8 Millionen Euro. Zwar betonte Wehrle, aufgrund der hohen Zuschauerzahlen in der Hinrunde "gibt es schon einen Puffer". Wie berichtet wird, sei dieser aber aufgebraucht, wenn die Partien gegen den FC Bayern (15.01.22), den SC Freiburg (05.02.22) und Eintracht Frankfurt (19.02.2022) ohne Publikum stattfinden. 

Gehaltsverzicht könnte Thema werden

Die daraus resultierenden Verluste sollen über Genussrechte statt über Spielerverkäufe aufgefangen werden, so der Express. Droht eine längere Phase mit Geisterspielen, sei ein Gehaltsverzicht eine zusätzliche Option. "Damit muss man sich zumindest gedanklich mal auseinandersetzen, aber das werden wir intern besprechen. Bislang haben wir das noch nicht", wird Wehrle diesbezüglich zitiert.

Florian Bajus  
31.12.2021