Achterbahnfahrt gegen Slovacko

Baumgart verteidigt Rotation: "Muss Bundesliga-Spieler entwickeln"

Steffen Baumgart ist gegen Slovacko Risiko eingegangen - mit Erfolg. Foto: Getty Images.
Steffen Baumgart ist gegen Slovacko Risiko eingegangen - mit Erfolg. Foto: Getty Images.

Der 1. FC Köln hat das erste Heimspiel in der Europa Conference League mit 4:2 gegen den 1. FC Slovacko gewonnen. Steffen Baumgart freute sich über den Erfolg und verteidigte seine Rotation.

Gegen den 1. FC Slovacko erlebte der 1. FC Köln am Donnerstagabend ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Die Geißböcke, für die unter anderem Nikola Soldo, Eric Martel, Linton Maina, Ondrej Duda und Florian Dietz von Beginn an spielten, gingen im eigenen Stadion durch Sargis Adamyan (10.) und Dietz (42.) in Führung, ehe die Gäste nach dem Seitenwechsel aufdrehten und durch Jan Kalabiska (49.) und Milan Petrzela (52.) binnen drei Minuten den Ausgleich erzielten. "Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit", resümierte Steffen Baumgart bei RTL, "das fällt einem als Trainer schwer zu erklären." Der FC-Coach reagierte mit den Einwechslungen von Timo Hübers, Jonas Hector und Ellyes Skhiri, "um auch Ruhe reinzubringen. Das hat dann auch gepasst."

Baumgart verteidigt Rotation: "Aufgabe, auch den Jungs das Vertrauen zu geben"

In der 65. Minute brachte Dejan Ljubicic Köln mit 3:2 in Führung, in der 74. Minute erhöhte er per Elfmeter auf 4:2 und sorgte für die Entscheidung. "Schön ist, dass man nach dem 2:2 wieder da ist und souverän immer wieder nach vorne spielt. Insgesamt war es dann doch verdient", sagte Baumgart, der im Anschluss die vielen Wechsel in der Startformation verteidigte: "Wenn ich einen breiten Kader habe und dem vertraue, dann muss ich das auch zeigen. Das haben wir gezeigt. Ich habe eine Mannschaft, die im Training alles gibt, es ist dann meine Aufgabe, auch den Jungs das Vertrauen zu geben."

"Ich muss Bundesliga-Spieler entwickeln"

Es gehöre außerdem zum neuen Kölner Weg dazu, unerfahrenen Spielern Wettkampfpraxis zu bieten, betonte Baumgart: "Dass der eine oder andere an solchen Aufgaben wachsen muss, das machen wir ja genau aus dem Grund. Ich muss Bundesliga-Spieler entwickeln und kann mir keine kaufen." Entsprechend "müssen alle damit leben, dass die Jungs nicht alles richtig machen", sagte der 50-Jährige und ergänzte: "Ich kann damit leben, dann können es die anderen auch." Und dank der Wechseloptionen kann ein Spiel auch eine Wende nehmen, wie gegen Slovacko aufgezeigt wurde.

Florian Bajus  
16.09.2022