Hannover verliert 1:2 in Osnabrück

Kocak bleibt gelassen: "Es ist kein Dämpfer"

Kocak nimmt die Niederlage an. Foto: Martin Rose/Getty Images
Kocak nimmt die Niederlage an. Foto: Martin Rose/Getty Images

Nach überzeugenden Auftritten im DFB-Pokal und zum Auftakt der zweiten Bundesliga hat Hannover 96 am Freitag eine 1:2-Niederlage beim VfL Osnabrück kassiert. Kenan Kocak haderte nach der Partie mit ihrem Verlauf, will das Ergebnis aber nicht überbewerten.

"Es ist kein Dämpfer, wir haben ein Spiel verloren. Uns war klar, dass wir nicht 34 Spiele gewinnen können", so der Chefcoach von H96 gegenüber dem NDR. Zudem sei seine Mannschaft im Niedersachsen-Duell auf einem guten Weg gewesen, ehe ein einschneidendes Erlebnis für die Wende sorgte. "Wir waren bis zum Elfmeter ganz klar die spielbestimmende Mannschaft", so Kocak.

"Keine klare Aktion"

Allenfalls könne er seine Mannschaft dafür kritisieren, dass sie "es vielleicht zu schön machen wollte, anstatt Abschlüsse zu suchen und noch zielstrebiger zu sein". Nach einer halben Stunde folgte die Aufreger-Szene, Marcel Franke kam mit Etienne Amenyido im Strafraum zusammen. Nach minutenlanger Beratung mit dem VAR tönte der Elfmeter-Pfiff. "Es wurde lange drüber diskutiert mit dem Videobeweis, es war also keine klare Aktion. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden, das nehmen wir an", so Kocak. Kurz nach Wiederanpfiff zur 2. Halbzeit traf Osnabrück, erneut per Standard, zum vorentscheidenden 2:0.

"Wir brauchen die Spiele"

Bei diesem Spielverlauf, sinniert Kocak, sei eine Niederlage nur logisch gewesen. "Wir waren ein bisschen gehemmt, uns hat der Mut verlassen. Der Anschlusstreffer kam natürlich deutlich zu spät." Marvin Ducksch betrieb in der Nachspielzeit nur noch Ergebnis-Kosmetik. Kocak nimmt die Niederlage mit erhobenem Haupt: "Wir haben gewusst, wir brauchen die Spiele, um hereinzukommen und die Jungs zu akklimatisieren." Immerhin standen fünf Neuzugänge in der Startformation, drei weitere brachte der Hannover-Coach von der Bank.

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Lars Pollmann  
26.09.2020