Torhüter beim BVB im Gespräch

Kobel vor Absprung? Mislintat: "Wir können nicht konkurrieren"

Kobel stand womöglich letztmals für den VfB im Tor. Foto: Imago
Kobel stand womöglich letztmals für den VfB im Tor. Foto: Imago

Der VfB Stuttgart hat seine Saison als Aufsteiger in die Bundesliga auf einem hervorragenden neunten Platz beendet. Für die Schwaben wird es nun darum gehen, ihre mit vielen Talenten gespickte Mannschaft beisammen zu halten. Ein Abgang von Gregor Kobel scheint sich aber durchaus abzuzeichnen, wie auch Sven Mislintat einräumt.

"Das Thema wird heißer, das müssen wir leider so sagen", bestätigt der Sportdirektor gegenüber dem SWR. Der Schlussmann selbst hatte nach dem Abpfiff der Partie gegen Arminia Bielefeld erstmals öffentlich bestätigt, sich mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund befassen zu wollen (fussball.news berichtete). "Falls wir uns zusammen entscheiden, ihn aus dem Vertrag zu lassen und wir dafür kompensiert werden, ist das leider eine Realität vom VfB Stuttgart", ordnet Mislintat die Angelegenheit ein. 

"Nicht völlig klar, was passiert"

"Wir können nicht konkurrieren, wenn Champions-League-Klubs kommen, weder finanziell noch mit dem sportlichen Projekt." Wichtig sei, dass die Gespräche in guter Atmosphäre verlaufen und der VfB Stuttgart den Spirit beibehält, der die Mannschaft stark gemacht hat. Dabei lobt Mislintat auch die Haltung von Kobel selbst, der bis zuletzt keine außersportlichen Themen an sich herangehen habe lassen. "Es ist nicht völlig klar, was passiert, aber es ist klar, dass die Konkurrenz eine sehr ernsthafte ist", erklärt Mislintat.

"Eine Erfolgsgeschichte durch und durch"

Dem Vernehmen nach fordert der VfB vom BVB oder anderen Interessenten, die es womöglich in England gibt, eine Ablöse nördlich der 15 Millionen Euro. Dass Stuttgart bei entsprechender Ablöse bei jedem Spieler gesprächsbereit wäre, hatte zuletzt etwa Vorstandschef Thomas Hitzlsperger angekündigt. Im Falle von Kobel, der 2019 zunächst auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim kam, erkennt Mislintat derweil "eine Erfolgsgeschichte durch und durch". Der 23-Jährige zeigte starke Leistungen während der Aufstiegssaison und in der nun abgelaufenen Runde und steigerte nebenbei seinen Marktwert merklich. Der VfB zahlte 2020 nur kolportierte vier Millionen Euro für den designierten EURO-Teilnehmer.

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Lars Pollmann  
23.05.2021