FC Bayern

Kobel? Kahn: "Keine Ahnung, woher diese Gerüchte kommen"

Kobel könnte beim FC Bayern langfristig interessant werden. Foto: Getty Images
Kobel könnte beim FC Bayern langfristig interessant werden. Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat seine ersten beiden Pflichtspiele ohne den langzeitverletzten Manuel Neuer nicht gewinnen können. Yann Sommer hat sich bei 1:1-Remis gegen RB Leipzig und den 1.FC Köln nichts zu Schulden kommen lassen, muss aber noch beweisen, dass er beim Rekordmeister ein gleichwertiger Ersatz sein kann. Als langfristige neue Nr.1 wurde zuletzt der Name Gregor Kobel heiß diskutiert.

Das Fachmagazin kicker berichtete gar von einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Stammkeeper von Borussia Dortmund, ein Bericht der Abendzeitung München suggeriert, Oliver Kahn sei die treibende Kraft hinter dem Interesse am Schweizer. Der Vorstandschef will davon allerdings gar nichts wissen. "Ich habe keine Ahnung, woher diese Gerüchte kommen. Ich habe mich nie über die Leistung und den Spieler Gregor Kobel geäußert", lässt sich Kahn in Sport Bild zitieren. Es leuchtet durchaus ein, dass der Bayern-Boss aktuell keine vierte Torwart-Baustelle aufmachen will. Mit Neuer, Sommer und Alexander Nübel gibt es schon genug Konfliktpotenzial.

"Seine Verdienste sind mit Geld kaum aufzuwiegen"

Die drei Schlussmänner stehen ab 01. Juli gleichzeitig beim FC Bayern unter Vertrag und werden alle den Anspruch haben, zwischen den Pfosten zu stehen. Fitness vorausgesetzt geht Neuer dabei mit einem Vorsprung ins Rennen. "Manuel Neuer ist seit vielen Jahren unser Kapitän und unsere Nummer eins. Er hat in der Vergangenheit großartige Leistungen für den FC Bayern gezeigt, die enorm zum sportlichen und damit auch zum wirtschaftlichen Erfolg des Klubs beigetragen haben. Seine Verdienste sind mit Geld kaum aufzuwiegen", betont Kahn. Neuer bekomme "alle Zeit der Welt" für sein Comeback, das der Vorstandschef auf höchstem Niveau erwartet.

"Sommer kurzfristig eine optimale Lösung"

Sommer sei, sagt Kahn, "kurzfristig eine optimale Lösung", mit der die hohen Ziele des Rekordmeisters in allen Wettbewerben der laufenden Saison angegangen werden können. Ob sich aus diesen Worten lesen lässt, dass die Münchner den langjährigen Gladbacher nicht als potenzielle Dauer-Nr.1 betrachten, sei dahingestellt. Nübel indes hat mutmaßlich die schlechtesten Karten auf den Job. "Es ist legitim, dass er unter der Voraussetzung von Spielzeit nach München zurückkommen will", betont Kahn. Die Lage von Nübel wird offenkundig entscheidend davon abhängen, wie sich Sommer in den kommenden Monaten schlägt und wie der Heilungsverlauf bei Neuer aussieht. Langfristig kann natürlich auch Kobel ein Thema werden, der sich beim BVB prächtig entwickelt und bis 2026 unter Vertrag steht.

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Lars Pollmann  
25.01.2023