Trotz Enttäuschungen unter Luhukay

Knoll: "Nicht eine Sekunde daran gedacht, den Verein zu verlassen"

Knoll hat Luhukay bei St. Pauli überdauert. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Knoll hat Luhukay bei St. Pauli überdauert. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

In Hamburg weht seit Sommer ein neuer Wind. Das gilt für den Hamburger SV mit Daniel Thioune, noch mehr aber für den FC St. Pauli und Neu-Trainer Timo Schultz. Vorgänger Jos Luhukay verscherzte es sich zuletzt mehr und mehr mit der eigenen Mannschaft. Marvin Knoll gehörte zu den Profis, die ihrem Coach bisweilen auch offen widersprachen.

Das Klima bei den Kiezkickern war gewiss nicht das beste, als der Niederländer noch an der Seitenlinie das Sagen hatte. Ohne dessen Abschied wäre das Pulverfass womöglich zur Explosion gekommen. Knoll rechnete damit, dass sich die Wege trennen würden. "Es hat mir alles schon weh getan. Aber ich wollte mich nicht davon runterziehen lassen. Ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht, den Verein zu verlassen", zitiert das Hamburger Abendblatt den Defensiv-Allrounder.

St. Paul hat wieder Lust

Knoll wusste, dass er nur längeren Atem beweisen müsste, um Luhukay beim FC St. Pauli zu überdauern. "Ich wusste, wenn es so weitergeht, bleibe ich länger hier. So viel Ahnung habe ich auch vom Fußball", sagt der 29-Jährige. Den neuen Geist in Hamburg nimmt er mit großer Freude wahr. Die ganze Mannschaft habe wieder Spaß daran, Zeit auf dem Trainingsgelände zu verbringen. "Man merkt es nicht nur bei mir. Du kommst in die Kabine und hast auch Lust, bleibst auch mal länger oder kommst früher", so Knoll. Der gebürtige Berliner gilt in Hamburger Medien als Favorit auf den Posten des Spielführers beim FC St. Pauli.

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Lars Pollmann  
08.09.2020