Neuzugang wähnt sich am perfekten Ort

Knipping kommt "über die Emotionen und die Leidenschaft"

Knipping schont sich und seine Gegner nicht. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Knipping schont sich und seine Gegner nicht. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Dynamo Dresden hat sich für einen Drittligisten durchaus namhaft verstärkt. Ein Großteil der Zugänge des Absteigers hat reichlich Erfahrung oberhalb der dritten Spielklasse. So auch Tim Knipping, der sich dennoch bewusst für den Schritt nach Sachsen entschieden hat.

"Ich bin ein Spieler, der über die Emotionen und die Leidenschaft kommt. Dafür steht die SGD mit seinen positiv verrückten Fans wohl wie kein anderer Verein in Deutschland", so der Abwehrmann gegenüber Dynamo TV. Der gebürtige Hesse spielte die letzten vier Jahre in der 2. Bundesliga, geht also als klare Verstärkung für Dresden durch. Seine Karriere hätte dabei auch andere Wendungen nehmen können. 2018 soll es Interesse aus dem Oberhaus gegeben haben, ehe ein komplizierter Schienbeinbruch die Laufbahn von Knipping in Diensten des SV Sandhausen beinahe frühzeitig beendet hätte.

"Müsste schon ein Traktor drüberfahren"

Seinerzeit stand auch eine Amputation des Unterschenkels im Raum. "Wenn man solche Rückschläge erlebt und auch durchsteht, wird einem noch bewusster, was es wert ist, gesund, fit und mit Spaß einen solchen Traumberuf ausüben zu dürfen", sagt Knipping im Rückblick. Sportlich hält ihn die Verletzung inzwischen nicht mehr zurück. Im Gegenteil wähnt sich der Abwehrspieler sogar in einem Vorteil. Ein Nagel hält das Schienbein zusammen, gibt ihm Sicherheit. "Da müsste schon ein Traktor drüberfahren, damit was passiert", scherzt Knipping. Sich selbst und die Gegner muss der neue Dynamo-Profi also nicht schonen.

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Lars Pollmann  
14.08.2020