Eintracht-Senkrechtstarter

Knauff: "Konnte mir das erst nicht so richtig vorstellen"

Knauff ist ein wichtiger Faktor für Frankfurts Finaleinzug. Foto: Getty Images
Knauff ist ein wichtiger Faktor für Frankfurts Finaleinzug. Foto: Getty Images

Die 18 Bundesliga-Klubs haben im Winter-Transferfenster für insgesamt über 60 Millionen Euro neue Spieler verpflichtet. Den wahrscheinlich besten Deal hat dabei Eintracht Frankfurt gemacht, und er hat nur eine geringfügige Leihgebühr gekostet: Ansgar Knauff hat sich schnell als Schlüsselspieler des Europa-League-Finalisten etabliert.

Den Flügelspieler haben die Hessen für anderthalb Jahre von Borussia Dortmund ausgeliehen, wo er in der Hinrunde kaum zum Zug gekommen war. Nach seinem Raketenstart bei der Eintracht werden schon Stimmen laut, die Knauff eine baldige Nominierung zur A-Nationalmannschaft in Aussicht stellen. Der 20-Jährige, der im Viertelfinale der Europa League gegen den FC Barcelona ein Traumtor erzielte und auch im Semifinale gegen West Ham United erfolgreich war, konnte kaum damit rechnen, dass sich sein erstes Halbjahr am Main derartig entwickeln würde.

"Von den magischen Nächten mit der Eintracht vorgeschwärmt"

"Ich habe mit dem Verein, meinem Berater und meiner Familie alles durchgesprochen, es war kein einfacher Schritt", zitiert die Hessenschau Knauff, der seine Gedankengänge vor dem leihweisen Abschied aus Dortmund rekapituliert. "Aber jetzt bin ich einfach nur dankbar, das hier alles erleben zu dürfen." Der Dank geht auch an Oliver Glasner und Markus Krösche, die den U21-Nationalspieler vom Schritt zur Eintracht überzeugt haben. "Mir wurde von den magischen Nächten mit der Eintracht in der Europa League vorgeschwärmt. Ich konnte mir das erst nicht so richtig vorstellen."

"Jetzt habe ich es selbst erlebt"

"Doch jetzt habe ich selbst erlebt, welche Kraft dieses Stadion und diese Fans freisetzen können", erklärt Knauff. Der Flügel-Antreiber ist dabei selbst schnell zu einem Liebling des Anhangs geworden, schon jetzt machen sich Frankfurt-Fans dafür stark, ihr Klub möge Knauff auf keinen Fall 2023 zurück nach Dortmund gehen lassen. Apropos: Das Aus des BVB in der Europa League gegen die Rangers aus Glasgow ist für Knauff ein besonderer Ansporn. "Durch ihren Sieg gegen Dortmund habe ich noch mehr Motivation. Ich werde alles geben, dass sie uns eben nicht schlagen."

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Lars Pollmann  
13.05.2022