Leipzig-Neuzugang gibt sich selbstbewusst

Kluivert-Vergleich mit Vater: "Bin schneller und kann besser dribbeln"

Bei der Roma kam Kluivert weniger gut zurecht. Foto: Francesco Pecoraro/Getty Images
Bei der Roma kam Kluivert weniger gut zurecht. Foto: Francesco Pecoraro/Getty Images

Söhne berühmter Väter haben es im Fußball oft nicht leicht. Es gibt zahlreiche Beispiele von Kickern, die es nie zum Glanz gebracht haben, den die Papas ihnen in die Wiege gelegt haben. Justin Kluivert geht allerdings ganz locker mit dem ständigen Vergleich zu Vater Patrick um.

Die niederländische Stürmer-Legende, die große Erfolge mit Ajax, der AC Mailand und dem FC Barcelona feierte, ist eine wichtige Bezugsperson für seinen Sohn, Neuzugang bei RB Leipzig. Durchaus keck scheut Justin Kluivert den Vergleich zum berühmten Vater nicht. "Ich bin auf jeden Fall schneller. Und ich kann auch ein bisschen besser dribbeln", sagt er gegenüber Sport Bild. Der Vater habe ihm vor allem Kopfballstärke voraus, was aber nicht zuletzt an anderen körperlichen Voraussetzungen liege. Patrick Kluivert misst knapp 1,90 Meter, Justin ist kaum über 1,70 Meter groß.

"In jeder Hinsicht besser" als beim Oranje-Debüt

Der 21-Jährige gilt als Top-Talent, stagnierte nach einem Wechsel von Ajax zur AS Rom im Jahr 2018 jedoch. In Leipzig soll die Leihgabe wieder zur Bestform finden. An Selbstvertrauen mangelt es ihm offenkundig nicht. "Ich glaube, ich bin in jeder Hinsicht besser als mit 18, als ich für die Nationalmannschaft debütieren durfte", sagt Kluivert junior etwa. Im September stand er erstmals seit zwei Jahren wieder im Kader der Elftal, die sein erklärtes Ziel bleibt.

"Erwarte nicht, dass ich immer spiele"

In Leipzig freilich trifft Kluivert auf ein weitgehend eingespieltes Team mit großem Konkurrenzkampf. "Ich scheue ihn nicht und erwarte auch nicht, dass ich als Zugang sofort immer spiele. Wir haben eine lange Saison vor uns, extrem viele Spiele, da wird jeder Einsätze bekommen", betont der Flügelspieler. Der Wechsel kam dabei ziemlich kurzfristig zustande. "Weil alles so schnell gehen musste" hatte Kluivert nicht einmal die Gelegenheit, vorab mit Trainer Julian Nagelsmann zu sprechen. Dennoch überzeugte Leipzig ihn vollends davon, dass Sachsen der richtige Ort sei, die Karriere wieder in Schwung zu bringen.

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Lars Pollmann  
14.10.2020