Klopp nimmt es persönlich, Terzic zeigt sich verständnisvoll

Klopp und BVB: Zweimal Viertelfinale, zweimal Schiri-Frust

Klopp hatte Gesprächsbedarf mit Felix Brych. Foto: Imago
Klopp hatte Gesprächsbedarf mit Felix Brych. Foto: Imago

In den ersten beiden Spielen des Champions-League-Viertelfinals gab es am Dienstagabend Heimsiege für Real Madrid und Manchester City. Die geschlagenen Teams, FC Liverpool und Borussia Dortmund, hatten dabei mit Entscheidungen der Schiedsrichter zu hadern.

Die Reds erkannten vor dem zwischenzeitlichen 2:0 der Königlichen ein Foul an Sadio Mane, die Szene erzürnte Trainer Jürgen Klopp auch nach der Partie. "Das habe ich persönlich genommen, das war ein klares Foul", so der Erfolgscoach beim TV-Sender Sky. In der Pressekonferenz legte Klopp gegen den deutschen Unparteiischen Felix Brych nach. "Der Schiri hat alles gegen ihn gepfiffen. Das ist nicht richtig und ich habe ihm nach dem Spiel auch gesagt, dass es unfair war" (Zitat via Sport1).

Bellingham um ein Tor beraubt

Bei Klopps Ex-Klub Dortmund sorgten gleich mehrere Szenen für Aufregung. Zunächst sprach der rumänische Schiedsrichter Ovidiu Hategan ManCity einen geradezu lachhaften Strafstoß zu, den er nach Videostudium zurücknehmen musste. Wenig später pfiff der Referee einen Ballgewinn von Jude Bellingham weg, der sich unmittelbar davor befand, den Ball ins leere Tor zu schieben. Dass der 17-Jährige Torhüter Ederson gefoult hatte, kann man womöglich so entscheiden. Dass aber Hategan nicht wartete, bis der BVB-Jungstar das Tor erzielte und die Szene per Videobeweis überprüfte, brachte die Gäste zurecht auf die Palme.

Assistent als Autogrammjäger

Zu allem Überfluss sorgte auch ein Kuriosum nach dem Spiel für Gesprächsstoff, da zeigten nämlich TV-Kameras, wie sich ein Assistent von Hategan zwei Autogramme von Erling Haaland abholte. Solch Verhalten ist mindestens unprofessionell, auch wenn nach den 90 Minuten niemand im Glauben sein muss, das Gespann habe den BVB bevorzugt. Der verletzte Jadon Sancho quittierte die Leistung mit einem kritischen Tweet ("This Ref needs checking!"; in etwa: "Dieser Schiri muss untersucht werden"), auch in der Reisegruppe äußerte sich der Unmut über die Schiedsrichter. 

Beide Trainer faire Verlierer

In beiden Viertelfinal-Partien gab es also Frust mit den Referees. Beide unterlegene Trainer aber wollten dies nicht als Ausrede nutzen. "Er hat das Spiel nicht für uns verloren", sagte Liverpool-Coach Klopp in der Pressekonferenz. Sein BVB-Kollege Edin Terzic zeigte sich gegenüber Sky als fairer Verlierer. "Das ist leider auch Fußball. Nicht nur wir machen Fehler, sondern auch andere." Maximal ärgerlich bloß, dass diese Fehler buchstäblich Millionen kosten können.

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Lars Pollmann  
07.04.2021

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