FC Liverpool

Klopp-Strafe: Verband geht in Berufung

Klopp droht nun doch eine härtere Strafe. Foto: Getty Images
Klopp droht nun doch eine härtere Strafe. Foto: Getty Images

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool in der bisherigen Premier-League-Saison noch nicht viel Grund zum Jubeln gehabt. Den größten Sieg holten die Reds im Duell mit Manchester City Mitte Oktober. Das Spielende erlebte der deutsche Coach dabei auf der Tribüne, nachdem ihn ein Schiedsrichter-Entscheidung aufgeregt hatte.

Für sein Verhalten wurde Klopp angeklagt und von einer unabhängigen Kammer verurteilt, dabei kam er mit einer Geldstrafe davon. 30 000 Pfund, umgerechnet knapp 35 000 Euro, soll der 55-Jährige blechen. Er scherzte im Nachgang bereits wieder und erklärte, er habe nunmal "das teuerste Gesicht" im Fußball, weil seine Mimik bisweilen deutlich aggressiver aussieht als es seine Worte eigentlich sind. So ganz ist das Thema für Klopp aber nicht ausgestanden. Denn das Urteil, das Ende Oktober gesprochen wurde, war noch nicht rechtsgültig. Er selbst, aber auch der englische Verband FA konnte Berufung einlegen.

 

Gesellschaftlicher Druck auf der Insel?

Für Klopp gab es angesichts der eher milden Strafe dafür keinen Anlass, die FA hat am Freitag aber erklärt, das Rechtsmittel eingelegt zu haben, nachdem die schriftliche Urteilsbegründung analysiert wurde. Für den Verband dürfte es darum gehen, eine härtere Strafe zu erwirken, mutmaßlich wird eine Sperre für Klopp angestrebt. Wie die BBC berichtet, spielt dabei wohl auch eine Rolle, dass auf der Insel in den vergangenen Tagen und Wochen verbale und körperliche Gewalt gegen Schiedsrichter im Jugend- und Amateurfußball stark thematisiert wurde. Die Vorbildrolle der Premier-League-Klubs und ihrer Trainer könnte Klopp nun zum Verhängnis werden. Wann die Berufung verhandelt wird, ist derweil noch unklar. Sollte es zu einer Sperre kommen, wird der FC Liverpool wohl erst 2023 ohne den Starcoach auskommen müssen.

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Lars Pollmann  
04.11.2022