Cheftrainer hat klare Kommunikationsregeln

Klauß will beim Club nie "mit dem Hammer draufhauen"

Klauß hat immer erst die Mannschaft im Kopf. Foto: Martin Rose/Getty Images
Klauß hat immer erst die Mannschaft im Kopf. Foto: Martin Rose/Getty Images

Die Länderspielpause in Liga zwei auf Tabellenplatz 16 zu verbringen, das hatte sich Robert Klauß sicher anders vorgestellt. Der neue Chefcoach des 1.FC Nürnberg hat sein Team noch nicht wie erhofft in die Erfolgsspur zurückgeführt. Dennoch spricht er immer wieder voll Überzeugung von den Qualitäten seiner Mannschaft.

Dahinter steckt auch ein gewisses Kalkül, was die Kommunikation angeht. Er wolle in jedem Fall vermeiden, "mit dem Hammer draufzuhauen und erst hinterher zur Mannschaft zu sprechen", zitiert die Vereinshomepage den Übungsleiter. "Ich werde mich nach einem Spiel nicht hinstellen und ohne Grund auf die Mannschaft draufhauen." Vielmehr wolle Klauß die Möglichkeit nutzen, stets konstruktiv mit den Spielern auf Verbesserung hinzuarbeiten. 

"Intern ganz klar und kritisch"

"Bevor ich kritisch bin und deutlicher werde, muss ich das erst mal der Mannschaft vermitteln", erklärt der 35-Jährige, für den der 1.FC Nürnberg die erste Profi-Station als Chefcoach ist. Beim eigenen Anhang, der von den beiden Spielzeiten seit der Rückkehr in die Bundesliga 2018 enttäuscht ist, wäre freilich die Hammer-Methode bisweilen beliebter. "Ihr könnt schon davon ausgehen, dass wir intern ganz klar und kritisch mit der Mannschaft sprechen", sagt Klauß. Während der Länderspielpause tankte der FCN zuletzt mit einem Sieg über Eintracht Frankfurt Selbstvertrauen.

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Lars Pollmann  
15.11.2020