Kritik für Taktik-Kauderwelsch

Klauß über 'Matchplan'-Posse: "Sprache verändert sich eben"

Klauß ist seit vergangenem Sommer Cheftrainer beim Club.
Klauß ist seit vergangenem Sommer Cheftrainer beim Club. Foto: Martin Rose/Getty Images

Robert Klauß dürfte ein kurzes Video in den sozialen Netzwerken zu mehr bundesweiter Bekanntheit verholfen haben als sein Engagement als Cheftrainer in Nürnberg. Auf der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen den FC St. Pauli ratterte der 36-Jährige die taktische Idee der Franken im Schnelldurchlauf herunter.

Der eigentlich harmlose Vorgang hat mitunter hitzige Debatten ausgelöst. Da stehen sich Traditionalisten, die mit Taktik-Kauderwelsch nichts anfangen können, und Enthusiasten, die sich über so viel Detailtreue freuen, gegenüber. Die mediale Wucht hat sicher auch Klauß überrascht. Den Vorwurf, er überfrachte mit seiner Wortwahl die Mannschaft des 1.FC Nürnberg, weist er aber zurück.

"Alles nichts Neues für meine Mannschaft"

"In diesem Fall habe ich in drei Sätzen komprimiert das gesagt, was ich der Mannschaft in einer ganzen Trainingswoche in Videobesprechungen und Trainingsformen auf dem Platz mitgegeben habe. Das ist ja alles nichts Neues für meine Mannschaft", so Klauß gegenüber der Bild-Zeitung. Grundsätzlich habe er aber durchaus Verständnis dafür, dass die Beschreibung seines 'Matchplans' vielerorts nicht gut ankam.

"Sprache verändert sich eben"

"Ich werde in 20 Jahren genauso über Trainer sprechen, die dann in meinem jetzigen Alter sind. Ich werde dann auch sagen, das ist nicht mehr mein Fußball, meine Sprache. Aber Sprache verändert sich eben", sagt Klauß. Es gebe schließlich auch heute schon Themen, in denen der Übungsleiter mit seinen gerade einmal 36 Jahren nicht mehr mitkommt. Ob er nochmal so detailliert Einblicke in taktische Überlegungen geben wird, muss freilich die Zeit zeigen. "Ich habe immer betont, dass ich Freude daran habe, taktische Fragen zu beantworten", sagt Klauß jedenfalls.

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Lars Pollmann  
17.02.2021