Einst teurer Neuzugang an einer Wegscheide?

Klauß: "Noch sehr viel Luft nach oben" bei Dovedan

Dovedan erfüllt die Erwartungen nicht. Foto: Adam Pretty/Getty Images
Dovedan erfüllt die Erwartungen nicht. Foto: Adam Pretty/Getty Images

Zweieinhalb Millionen Euro ließ sich der Club die Verpflichtung von Nikola Dovedan nach dem Abstieg im Jahr 2019 kosten. Nur ein Profi (Virgil Misidjan) hat in der Historie des 1.FC Nürnberg eine höhere Ablöse veranschlagt. Bislang hält sich der Ertrag für die Franken in Grenzen.

In der Vorsaison brachte der Mittelfeldmann in 31 Einsätzen immerhin vier Tore und vier Vorlagen zustande. Die Hoffnung, er sei bloß mit der Mannschaft untergegangen, bestätigt sich heuer noch nicht. Aktuell ist Dovedan unter Robert Klauß nicht mehr gesetzt, stand an den ersten sieben Spieltagen dreimal in der Startelf, kam zweimal von der Bank und saß dort zweimal über die volle Distanz. Eine Torbeteiligung ist dem Österreicher dabei noch nicht gelungen. 

"Kann in dieser Liga besser sein"

"Er weiß auch, dass da noch sehr viel Luft nach oben ist, weil er auch einen anderen Anspruch an sich hat und ja auch schon nachgewiesen hat, dass er in dieser Liga besser sein kann", zitiert die Bild-Zeitung Cheftrainer Klauß. Tatsächlich gehörte Dovedan in seiner Zeit beim 1.FC Heidenheim zu den besten Spielern der 2. Bundesliga. Mit 17 Toren und elf Vorlagen in zwei Spielzeiten machte er sich für größere Klubs interessant, seine Verpflichtung galt beim FCN daher als Coup.

Hecking "darf grundsätzlich mehr erwarten"

Knapp eineinhalb Jahre später scheint der Niederösterreicher an einer Wegscheide angekommen. Dieter Hecking hält ihn für "einen richtig guten Fußballer, der derzeit wie andere auch nicht sein wahres Leistungsvermögen abruft", wie das Boulevardblatt den Sportvorstand zitiert. "Von einem Spieler seiner Klasse darf ich aber grundsätzlich mehr erwarten", merkt Hecking an. Wenn sich bei Dovedan keine Besserung einstellt, dürften beide Seiten einer Veränderung gegenüber offen sein. Dem 1.FC Nürnberg muss schließlich daran gelegen sein, den Marktwert des einst so teuren Neuzugangs nicht völlig einbrechen zu lassen.

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Lars Pollmann  
11.11.2020