Aufstiegsheld

Klausel verfällt: Deshalb lässt Schalke Itakura ziehen

Itakura verlässt Schalke nach einer Leihsaison. Foto: Getty Images
Itakura verlässt Schalke nach einer Leihsaison. Foto: Getty Images

Der FC Schalke 04 kommt nach dem Aufstieg mit seinen Planungen für die neue Saison nicht so recht in Gang. Noch immer haben die Verantwortlichen keinen Chefcoach präsentiert, im Kader fehlt zum Beispiel ein neuer Stammtorhüter. Und nun wird auch die Planstelle des Abwehrchefs neu zu besetzen sein. Die Kaufoption bei Ko Itakura wird laut übereinstimmender Medienberichte nicht gezogen.

Die Nachricht verbreitete sich am Montagabend wie ein Lauffeuer unter den Anhängern von Königsblau, die den Japaner in seiner ersten und offenbar auch einzigen Saison in ihrem Klub sehr zu schätzen gelernt hatten. Theoretisch haben die Schalke-Bosse bis einschließlich des heutigen Dienstags Zeit, eine Kaufoption für Itakura zu ziehen. Dem Vernehmen nach ist die Höhe der Ablöse dabei abhängig vom Wechselkurs zwischen britischem Pfund und Euro, an den Stammverein des Defensivallrounders, Manchester City, würden nach Stand am Dienstagmorgen wohl rund 5,8 Millionen Euro gehen.

Gehaltsvorstellungen start gestiegen

Wie die WAZ berichtet, sind die Verantwortlichen von Schalke nicht bereit, eine solche Summe für einen einzelnen Spieler auszugeben. Es bestehe die Befürchtung, dass zu viele Mittel für eine Planstelle veranschlagt werden, die anderswo fehlen könnten. Das Paket, das Itakura kosten würde, sei für S04 insgesamt schlichtweg zu hoch. Denn neben der happigen Ablöse sollen zuletzt auch die Gehaltsvorstellungen des Nationalspielers stark gestiegen sein, wie die Regionalzeitung schreibt. Der 25-Jährige hat mit einer starken Saison in der 2. Bundesliga viele Interessenten auf den Plan gerufen und seinen Marktwert gesteigert.

Champions League mit Frankfurt?

Damit hat sich Itakura offenbar auch für Schalke zu teuer gemacht. Ein Verbleib in Deutschland gilt dennoch als gut vorstellbar. Mit Eintracht Frankfurt, über Interesse wird vielerorts spekuliert, würde er sogar in der Champions League spielen können. Dass Schalke als Aufsteiger da kaum mithalten kann, liegt durchaus auf der Hand. Laut des Berichts wollen die Verantwortlichen der Knappen am Dienstag offiziell mitteilen, warum Itakura trotz einer Kaufoption am Ende nur ein einjähriges Intermezzo auf Schalke verbracht hat.

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Lars Pollmann  
31.05.2022