Rose, Hütter und Co.

Trainer-Klausel-Trend! Bobic: "Freiheit haben sie sich verdient"

Bobic und Eberl gelten als Pragmatiker in Sachen Ablöse. Foto: Imago
Bobic und Eberl gelten als Pragmatiker in Sachen Ablöse. Foto: Imago

Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt wussten, worauf sie sich bei Marco Rose und Adi Hütter einließen. Beide Chefcoachs kamen dank einer Ausstiegsklausel in die Bundesliga, nutzen nun eine ebensolche für den nächsten Schritt in ihrer Karriere. Den Trend zur Trainer-Klausel findet Fredi Bobic gar nicht so verkehrt.

Der Sportchef hatte Hütter von den Young Boys aus Bern in die Main-Metropole geholt, verlässt nun zeitgleich mit dem Österreicher das Eintracht-Schiff. Während der frühere Bundesliga-Torjäger zu Hertha BSC wechselt, zieht es Hütter nach Gladbach. So schließt sich der Kreis, aber nur für den Augenblick. Denn viele Beobachter erwarten, dass das Trainer-Karussell neuen Schwung aufnimmt, weil Hansi Flick den FC Bayern verlassen will. Gut möglich, dass dabei die nächsten Klauseln ins Spiel kommen.

"Mit die wichtigsten Figuren in einem Klub"

Noch vor wenigen Jahren waren die eher Ausnahme denn Regel, viele Beobachter wünschen sich in diese Zeit zurück. Nicht aber Bobic. "Dass Trainer heute oft selbst über ihr Schicksal entscheiden, ist ein hohes Gut, und diese Freiheit haben sie sich auch verdient", so der Noch-Eintracht-Boss gegenüber der Süddeutschen Zeitung. "Trainer sind inzwischen mit die wichtigsten, wenn nicht gar die wichtigsten Figuren in einem Klub", argumentiert Bobic.

Rekordablöse könnte wackeln

Es habe hierzulande lediglich etwas länger gedauert, bis sich diese Überzeugung gemeinhin durchsetzen konnte. Tatsächlich zahlten in der englischen Premier League Klubs schon vor annähernd einem Jahrzehnt hohe Summen für Chefcoachs. Andre Villas-Boas hält mit einer kolportierten Ablöse von 15 Millionen Euro beim Wechsel vom FC Porto zum FC Chelsea im Jahr 2011 dem Vernehmen nach noch immer den Weltrekord. Die Marke könnte wackeln, wenn der FC Bayern bei Julian Nagelsmann von RB Leipzig ernst machen sollte. Bundesliga-intern war bisher kein Trainer teurer als Hütter, der Frankfurt mit dem Wechsel nach Gladbach 7,5 Millionen Euro einbringen soll.

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Lars Pollmann  
24.04.2021