1.FC Köln

Kessler bremst Euphorie: "Sehr demütig mit der Situation umgehen"

Der 1.FC Köln ist dieser Tage auf einer Euphoriewelle unterwegs. Foto: Getty Images
Der 1.FC Köln ist dieser Tage auf einer Euphoriewelle unterwegs. Foto: Getty Images

Der 1.FC Köln hat mit dem Sieg zum Auftakt in die Rückrunde bei Hertha BSC Tabellenplatz sechs erobert und liegt sogar nur noch zwei Punkte hinter einem Champions-League-Rang. Die Euphoriewelle hat die Geißböcke voll erfasst, in der Stadt ist viel die Rede vom Europapokal. Thomas Kessler tritt auf die Bremse.

"Es macht absolut keinen Sinn, in diese Richtung zu denken. Wir wissen, wo wir herkommen und sollten sehr demütig mit der Situation umgehen. Vor der Saison hätte uns keiner zugetraut, jetzt 28 Punkte zu haben", zitiert der Express den Leiter des Lizenzbereichs der Domstädter. Nach wie vor geht es aus Sicht des ehemaligen Torhüters für Köln in erster Linie darum, frühestmöglich den Klassenerhalt zu sichern. Bei aktuell zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz müsste es aber mit dem Teufel zugehen, um noch in arge Nöte zu geraten.

"Da gibt es keine Parallelen"

Drum lässt sich kaum aufhalten, dass viele Fans nach 2017 vom zweiten Europapokal-Platz seit der Jahrtausendwende hoffen. Kessler war seinerzeit unter Peter Stöger selbst noch als Torwart aktiv. "Das war eine komplett andere Geschichte. Wir kommen aus einem extrem schwierigen Jahr und sind froh, dass wir Bundesliga spielen. Da gibt es keine Parallelen", betont der 35-Jährige nun. 

"Egal, mit welcher Mannschaft die Bayern spielen"

Dennoch ist die Brust breit und tragen die Geißböcke am Wochenende gegen den FC Bayern auch die Hoffnungen vieler Fußballfans, die auf mehr Spannung im Titelkampf setzen. Erneut versucht sich Kessler als Bremser: "Da werden ein paar Spieler zurückkommen und das Gerüst der Bayern ist besser als das des 1. FC Köln. Deswegen ist der Favorit klar – egal, mit welcher Mannschaft sie spielen werden." Die Münchner hatten bekanntlich wegen zahlreicher Covid-Fälle und Verletzungen mit einem letzten Aufgebot gegen Borussia Mönchengladbach verloren.

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Lars Pollmann  
11.01.2022