Hertha BSC

Kempf: "Am Ende scheißegal, wie man gespielt hat"

Kempf wären Punkte lieber als Lob. Foto: Getty Images
Kempf wären Punkte lieber als Lob. Foto: Getty Images

Hertha BSC trifft am Dienstagabend auswärts auf den VfB Stuttgart. Es ist ein klassisches Kellerduell der Bundesliga: Der 16. hat den 15. zu Gast, nur die Tordifferenz unterscheidet die Teams mit jeweils elf Zählern auf dem Konto. Vor diesem Hintergrund ist die erste Rückkehr für Marc Oliver Kempf wohl weniger wichtig, als sich die bedeutsamen Punkte zu holen.

Im Januar war der Abwehrmann vom VfB in die Hauptstadt gewechselt, am Saisonende aber hinter den Schwaben gelandet. Erst in der Relegation konnte sich Hertha gegen den Hamburger SV retten. Seither ist in Berlin viel passiert, Neu-Trainer Sandro Schwarz hat fußballerisch unverkennbare Entwicklungsschritte herbeigeführt. In den Ergebnissen ist das aber noch zu undeutlich ablesbar. "Man hat immer im Hinterkopf, dass es ganz schnell gehen kann und man unten festsitzt. Deswegen ist das Gefühl im Vergleich zum letzten Jahr auch noch nicht hundertprozentig verbessert", erklärt Kempf gegenüber dem RBB.

"... dann steigt man trotzdem ab"

Was hilft das viele Lob, das Hertha etwa nach dem 2:3 gegen den FC Bayern am Samstag erhalten hat, wenn am Ende null Zähler auf dem Konto stehen? Dieses Erlebnis hat die Alte Dame in der laufenden Saison bereits einige Male gemacht. Gut gespielt und doch verloren, das ist kein Rezept für eine sorgenfreie Saison. Das weiß auch Kempf, der deutliche Worte wählt: "Dann ist es am Ende auch scheißegal, wie man gespielt hat. Wenn man am Ende nicht genug Punkte hat, steigt man trotzdem ab." Um dies zu vermeiden, würde ein Sieg beim Ex-Klub in Stuttgart durchaus helfen.

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Lars Pollmann  
08.11.2022