Kritik an Organisation

FC-Sportchef Keller: "Extrem viele Hinweise wurden nicht ernst genommen"

Das Conference-League-Spiel zwischen Nizza und Köln wurde von gewalttätigen Auseinandersetzungen überschattet. Foto: Getty Images.
Das Conference-League-Spiel zwischen Nizza und Köln wurde von gewalttätigen Auseinandersetzungen überschattet. Foto: Getty Images.

Christian Keller hat einen Tag nach den Ausschreitungen im Conference-League-Spiel zwischen OGC Nizza und dem 1. FC Köln deutliche Kritik an der Organisation im Stadion geäußert.

Die Vorkommnisse zwischen Teilen der Fan-Lager des 1. FC Köln und OGC Nizza, an denen auch eine verbotene Gruppierung von Anhängern des französischen Spitzenklubs Paris St. Germain beteiligt gewesen sein soll, beschäftigen die Verantwortlichen des Bundesligisten auch am Tag danach. So echauffierte sich Sportchef Christian Keller über die Organisation in der Allianz Riviera, die es den Gruppierungen erlaubte, sich anzunähern. Während der Sicherheitsbesprechung vor der Partie habe der FC "extrem viele Hinweise" darauf gegeben, "die Organisation zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen", sagte Keller gemäß dem kicker. "Das", kritisierte der 43-Jährige, "wurde nicht ernst genommen und nicht getan." 

"Die Vorschläge wurden größtenteils nicht angenommen"

Auch habe der Bundesligist "ein deutlich höheres Polizeiaufkommen" sowie die Trennung der Fan-Lager empfohlen, "weil bekannt ist, dass es rivalisierende Lager gibt. Es war auch bekannt, dass die verbotene Fangruppe von Paris Saint-Germain wahrscheinlich kommen wird und Probleme mit Nizza hat", betonte Keller und ergänzte: "Doch die Vorschläge wurden größtenteils nicht angenommen." Insgesamt seien "Leute aus Köln, aus Paris und aus anderen Städten beteiligt" gewesen, "die mit dem FC gar nichts zu tun haben", sagte Keller. Dennoch sind empfindliche Strafen für die Geißböcke zu erwarten.

Florian Bajus  
09.09.2022