1.FC Köln

Keller: Baumgart wird als "Spielerentwickler" noch wichtiger

Baumgart soll seine Mannschaft weiterentwickeln. Foto: Getty Images
Baumgart soll seine Mannschaft weiterentwickeln. Foto: Getty Images

Der 1.FC Köln hat sich nach über zwei Jahren Corona-Pandemie und infolge einiger wirtschaftlicher Vorgriffe auf die Zukunft ein Spardiktat auferlegt. Der Gehaltsetat der Geißböcke soll sinken, aller Voraussicht nach bleibt Salih Özcan nicht der einzige Abgang unter den Stammspielern. Umso wichtiger wird die Rolle von Steffen Baumgart, wie Christian Keller erklärt.

"Wir brauchen ein Trainerteam, das jeden Tag in der Lage ist – von Spieler eins bis Spieler 27 – Hilfestellung zu geben, damit er sich verbessern kann. Wir arbeiten hier nicht nur mit der ersten Elf", zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger den Sportgeschäftsführer. Aus Sicht des 43-Jährigen sei das zwar eigentlich eine Selbstverständlichkeit im Fußball, komme unter vielen Trainern aber doch zu kurz. "Steffen Baumgart hat da Lust zu, er sieht sich als Spielerentwickler", lobt Keller.

Maina-Transfer zeigt die Richtung an

Nachdem Baumgart in seiner ersten Saison ganz Köln für sich eingenommen hat, kommt dem Chefcoach nun eine noch größere Bedeutung zu. Trotz der möglichen Mehrbelastung für den Fall, dass der FC die Playoffs zur Europa Conference League übersteht, dürfte sein Kader auf den ersten Blick eher schwächer sein als in der abgelaufenen Spielzeit. Der einzige externe Neuzugang gibt die Richtung vor, in die es gehen muss: Linton Maina kommt als ablösefreier Profi von Hannover 96, hat riesiges Potenzial angedeutet, aber auch noch klare Defizite in seinem Spiel.

"Oft genug stehen die guten Sachen ja etwas weiter unten"

"Wir werden in erster Linie ablösefreie Spieler holen. Und auch beim Gehalt müssen wir in dem Regal einkaufen, in dem nicht das Premiumangebot steht – zumindest preislich nicht. Aber oft genug stehen die guten Sachen ja etwas weiter unten", weiß Keller. Der Sportchef hat bei Jahn Regensburg nachgewiesen, dass er bei der Schnäppchensuche oft ein gutes Händchen hat. Den SSV hat er maßgeblich als Zweitligisten etabliert, ohne je tief in die Tasche greifen zu können.

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Lars Pollmann  
01.06.2022