VfB Stuttgart

Keine Panik-Käufe! Mislintat: "Weichen unsere Prinzipien nicht auf"

Dem VfB gelang in Fürth nur eine Nullnummer. Foto: Getty Images
Dem VfB gelang in Fürth nur eine Nullnummer. Foto: Getty Images

Der VfB Stuttgart hat am Samstag verpasst, gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzusammeln. Durch das 0:0 sind die Schwaben zwar auf Platz 15 geklettert, für Beruhigung sorgt das aber keineswegs. Sven Mislintat hat Verstärkungen im Winter-Transferfenster dennoch erneut kategorisch ausgeschlossen.

Es gehe darum, "den Klub so gesund wie nur möglich zu führen", zitiert der kicker den Sportdirektor. "Wir weichen unsere Prinzipien nicht auf. Das können und wollen wir nicht. Wir sind halt auch Schwaben, wirtschaftlich extrem vernünftig", führt Mislintat weiter aus. Bereits am Samstag hatte er beim TV-Sender Sky darauf verwiesen, dass Rekonvaleszenten bei ihrer Rückkehr aus dem Krankenstand quasi wie Neuzugänge zu beurteilen seien. Darüber hinaus wird es keine Verstärkungen für Pellegrino Matarazzo geben.

Keine Garantien gegen den Abstiegskampf

"Gerade dieser Klub hat die Erfahrung gemacht, dass man mit sehr viel Geld und einem Invest in sehr viel ältere Spieler das Gleiche hatte: Abstiegskampf", betont Mislintat. Damit spielt er auf die Abstiege 2016 und '19 an, deren Altlasten den VfB lange beschäftigt haben. Sollte das Schicksal den Klub erneut treffen, wäre er dafür laut des Sportdirektors besser aufgestellt. Unter anderem hat Stuttgart dem Fachmagazin zufolge um bis zu 50 Prozent reduzierte Gehälter für den Abstiegsfall ausgehandelt.

"Aber wir gehen nicht in die 2. Liga"

"Wir wären vorbereitet", lässt Mislintat wissen. Eine wichtige Frage wäre aber, ob Matarazzo mit den Schwaben ins Unterhaus ginge. Dem US-Amerikaner trauen viele Beobachter einen Posten bei einem Klub mit internationalen Ambitionen zu. "Ich glaube ja – aber wir gehen nicht in die 2. Liga", sagt Mislintat zur entsprechenden Frage. Grundsätzlich wolle der VfB Stuttgart ein langfristiges Projekt fahren. Vorbild sei der SC Freiburg, der nach einem "Zehnjahresprozess" zu den Bundesliga-Spitzenteams gehört. Auch der baden-württembergische Rivale hat dabei einen Abstieg weggesteckt.

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Lars Pollmann  
10.01.2022