Trainer darf trotz Pokal-Aus bleiben

Keine Gegner-Analyse? Kohfeldt machte Köpfe frei

Kohfeldt bleibt Werder-Coach. Foto: Imago
Kohfeldt bleibt Werder-Coach. Foto: Imago

Werder Bremen hat trotz aufopferungsvollem Kampf gegen RB Leipzig den Einzug ins DFB-Pokalfinale verpasst. Die Hanseaten können sich nun vollends auf den Abstiegskampf der Bundesliga konzentrieren. Dafür hat Florian Kohfeldt weiter den Trainerposten inne. Der Übungsleiter wich vor dem Schicksalsspiel gegen die Sachsen von der üblichen Vorbereitung ab.

Dies berichtet die Bild-Zeitung. Ziel sei dabei vor allem gewesen, die Köpfe der Profis nach einer historischen Niederlagenserie in der Bundesliga frei zu bekommen. Deshalb habe Kohfeldt auf eine eingehende Gegner-Analyse im Vorfeld des Pokalspiels verzichtet. Werder habe vermeiden wollen, dass die eigene Mannschaft mit zu vielen taktischen Vorgaben in die Begegnung gehen würde. Stattdessen sollte das Team vor allem leidenschaftlich und kämpferisch auftreten, wozu auch einige Personal-Entscheidungen von Kohfeldt passen.

Werder schenkte sich Hotel-Übernachtung

Auch im logistischen Ablauf vor der Partie gab es derweil Änderungen. Laut des Boulevardblatts brach Kohfeldt mit der jahrzehntelangen Tradition, vor Heimspielen in einem Hotel in Bremen zu übernachten. Der Werder-Tross quartierte sich demnach nur tagsüber zur Vorbereitung auf den Pokalschlager ein. Ein Überraschungserfolg gegen Leipzig war der Mannschaft nicht vergönnt, sie zeigte aber genug, um Kohfeldt für die verbleibenden Bundesliga-Spiele im Amt zu halten (fussball.news berichtete). "Wenn wir so auftreten, gibt es keinen Grund, etwas zu verändern. Man hat gesehen, dass er es hinbekommt, dass die Mannschaft so eine Leistung zeigen kann", zollte etwa Davie Selke seinem Coach bei Sky Respekt.

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Lars Pollmann  
02.05.2021