Mit je zweimal BVB, Wolfsburg und VfB

Keine EURO: Die Bundesliga Top-11 der Daheimgebliebenen

Reus und Boateng verpassen die EURO aus unterschiedlichen Gründen. Foto: Imago
Reus und Boateng verpassen die EURO aus unterschiedlichen Gründen. Foto: Imago

Mit insgesamt 89 Profis stellt die Bundesliga nach der Premier League die zweitmeisten Spieler für die am Freitagabend beginnende EURO. Kurioserweise stehen dabei mehr Bundesliga-Profis im Kader von Österreich als des DFB-Teams. Einige Top-Spieler der vergangenen Saison müssen derweil an den TV-Geräten mitfiebern.

Für sie gab es aus unterschiedlichen Gründen keinen Platz in den EURO-Kadern der 24 teilnehmenden Nationen. fussball.news hat aus den Daheimgebliebenen eine Top-11 erstellt.

Tor: Gregor Kobel, VfB Stuttgart/Schweiz

Der zu Borussia Dortmund wechselnde Schlussmann hat bei den Eidgenossen als vierter Torhüter den letzten Cut nicht geschafft. Dabei sehen die meisten Experten in Kobel nicht erst nach einer Top-Saison beim VfB die künftige Nr.1 der Schweiz.

Rechtsverteidiger: Ridle Baku, VfL Wolfsburg/Deutschland

Nach einer Top-Saison in Wolfsburg und dem Debüt für das A-Team im November galt Baku als Kandidat für den Kader von Joachim Löw. Stattdessen kämpft er am Sonntagabend gegen Portugal um den EM-Titel mit der U21.

Innenverteidiger: Jerome Boateng, FC Bayern/Deutschland

Anders als Mats Hummels und Thomas Müller wurde der Weltmeister von 2014 von Löw nicht zurückgeholt, obwohl er eine starke Saison hinter sich hat. Unter dem künftigen Bundestrainer Hansi Flick könnte es aber doch zum Comeback kommen.

Innenverteidiger: Dayot Upamecano, RB Leipzig/Frankreich

Der Nachfolger von Boateng beim FC Bayern hat es im Star-Ensemble von Frankreich nicht geschafft, gehörte stattdessen zum überraschend früh gescheiterten U21-Team (Aus im Viertelfinale).

Linksverteidiger: Borna Sosa, VfB Stuttgart/Kroatien

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Sosa für den DFB bei der EURO dabei sein. Dann wurde bekannt, dass das gar nicht mehr möglich war. In Kroatiens Kader fehlt der 'Flankengott' des VfB (zehn Assists) weiterhin.

Zentrales Mittelfeld: Maximilian Arnold, VfL Wolfsburg/Deutschland

Große Hoffnungen auf seinen ersten DFB-Einsatz seit dem Debüt vor der WM 2014 hegte Arnold nicht. Dabei hätte der Stratege des VfL Wolfsburg eine Nominierung durchaus verdient gehabt.

Zentrales Mittelfeld: Mahmoud Dahoud, Borussia Dortmund/Deutschland

Für Dahoud besteht noch die kleine Chance, als Ersatz für einen an Covid-19 erkrankten oder verletzten Feldspieler in den Kader nachzurücken (fussball.news berichtete). Entsprechend knapp dürfte das Votum gegen den zweimaligen Nationalspieler ausgefallen sein.

Rechtes Mittelfeld: Amin Younes, Eintracht Frankfurt/Deutschland

Younes gab erst im März nach dreieinhalb Jahren Abstinenz sein Comeback im DFB-Team. Der Dribbler erlebte aber bei Eintracht Frankfurt einen individuell nicht idealen Endspurt in der Bundesliga hin und fehlte so im Aufgebot zur EURO.

Offensives Mittelfeld: Marco Reus, Borussia Dortmund/Deutschland

Der BVB-Kapitän wäre wohl dabei gewesen, hat sich aber bekanntlich dafür entschieden, aus freien Stücken auf die Teilnahme an der EURO zu verzichten. Ob Reus jemals wieder mit dem Adler auf der Brust aufläuft, scheint fraglich.

Linkes Mittelfeld: Vincenzo Grifo, SC Freiburg/Italien

Mit 19 Torbeteiligungen für den SC Freiburg spielte Grifo seine bisher beste Bundesliga-Saison. Der 29-Jährige schaffte es aber aus der Vorauswahl nicht in den 26er Kader von Italien, das als einer der Top-Favoriten ins Turnier geht.

Stürmer: Lars Stindl, Borussia Mönchengladbach/Deutschland

Der Kapitän beendete die Saison bei Borussia Mönchengladbach mit 14 Treffern als bester deutscher Bundesliga-Torschütze. Dennoch schien eine Rückkehr von Stindl ins DFB-Team nie sonderlich weit oben auf der Agenda von Joachim Löw zu stehen.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
06.06.2021