Geld-Streit in Bremen

Kein weiterer Gehalts-Verzicht! Werder-Spieler wollen stattdessen Kohle sehen

Werder Bremens Geschäftsführer Sport Frank Baumann (r.) soll die Spieler zu einem weiteren Gehaltsverzicht umstimmen.
Werder Bremens Geschäftsführer Sport Frank Baumann (r.) soll die Spieler zu einem weiteren Gehaltsverzicht umstimmen. (Foto: imago)

Besonders prall ist das Konto des SV Werder Bremen derzeit sowieso nicht gefüllt. Hinzu kommt, dass die Hygienevorschriften rund um Corona auch weiterhin kein volles Stadion und somit nur verminderte Zuschauer-Einnahmen generieren werden. Bei den Gehältern der Profis sind wohl vorerst keine Einsparungen zu machen, die Spieler wollen voll bezahlt werden.

Wie die Bild berichtet, hätte die Geschäftsführung von Werder Bremen gern, dass die Profis auch in der kommenden Spielzeit einen Teil ihres Gehaltes abtreten - zumindest so lange, bis die Zuschauereinnahmen wieder ordentlich Geld in die Kasse spülen. Geschäftsführer Sport Frank Baumann sollte vermitteln, stieß dabei aber auf taube Ohren. Denn wie das Boulevard-Blatt schreibt, sollen die Gespräche mit der Mannschaft "ereignislos" geblieben sein.

Profis wünschen aufgeschobenes Gehalt zurück

Statt so wie zum Ende der abgelaufenen Saison, lehnen die Spieler von Werder Bremen einen weiteren Gehaltsverzicht ab. Des Weiteren wollen die Profis Kohle sehen, und zwar das, was zuvor eingefroren wurde. Werder hatte den Spielern ein Fünftel des Grundgehaltes abgerungen, wovon die Hälfte nur aufgeschoben worden ist. Dieses Geld möchten die Werderaner Akteure nun gern ausgezahlt bekommen. Trotz des öffentlich gewordenen Streitfalls scheint das Kapitel für Baumann noch nicht beendet zu sein: "Wir haben Gespräche geführt und wir werden weitere führen." Ab dem kommenden Wochenende - erste Runde im DFB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena - können die Spieler jedenfalls zeigen, dass sie ihr Geld wert sind.

 

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Tom Jacob  
07.09.2020