Aus beim VfL Wolfsburg

Kein Kommentar, aber Partymusik: So reagiert Max Kruse

Kruse hat sein letztes Spiel für den VfL absolviert. Foto: Getty Images
Kruse hat sein letztes Spiel für den VfL absolviert. Foto: Getty Images

Der VfL Wolfsburg hat am Samstag den ersten Saisonsieg in der Bundesliga gefeiert. Für Niko Kovac dürfte das 1:0 bei Eintracht Frankfurt durchaus befreiende Wirkung gehabt haben. Der Chefcoach ließ anschließend eine Bombe platzen: Max Kruse ist bei den Wölfen fortan aussortiert!

 "Wir verlangen von jedem Spieler eine hundertprozentige Identifikation und Konzentration und Fokus auf den VfL. Das Gefühl hatten wir in dem Fall nicht bei Max. Von daher war er nicht dabei und er wird auch in Zukunft nicht dabei sein", erklärte der Kroate beim TV-Sender Sky. Es ist das unrühmliche Ende einer fußballerischen Ehe, bei der viele Beobachter von vornherein von ihrem Scheitern ausgegangen waren und sich nun bestätigt fühlen dürfen. Kruse absolvierte unter Kovac insgesamt fünf Einsätze, stand dabei nur zweimal in der Startelf und war an keinem Treffer beteiligt.

Vor Abschied in die USA?

Beim Ex-Nationalspieler ist nun wohl mit einem Abschied im Winter-Transferfenster zu rechnen, dem Vernehmen nach wird es ihn dabei mit einiger Wahrscheinlichkeit in die USA ziehen. In Wolfsburg soll er aber weiter mittrainieren, es gibt offenbar keine eigene Trainingsgruppe, damit Kruse den Ablauf der Kollegen nicht stört. Ob das ganze tatsächlich reibungslos verläuft, bleibt abzuwarten. Der Routinier hielt sich nach der öffentlichen 'Ächtung' durch Kovac am Samstag mit einer Reaktion zurück. Über seinen Instagram-Kanal verbreitete Kruse ein Selfie im Spiegel eines Aufzugs, ohne dabei einen Kommentar zu hinterlassen.

Partymusik und Lächeln im Gesicht

Allerdings lässt die Wahl der Musik, die dabei im Hintergrund gespielt wird, Anlass für Spekulationen. Denn Kruse entschied sich für den Partysong 'It's Friday Then Saturday Sunday (What!)' von Dubskie. Auch das Lächeln im Gesicht des 34-Jährigen lässt erahnen, dass er womöglich nicht das größte Problem damit hat, dass seine Zeit in Wolfsburg auf ein rasches Ende zugeht. Der Angreifer war erst Ende Januar von Union Berlin nach Niedersachen zurückgekehrt und hat nie verhehlt, dass es dabei nicht zuletzt um einen wohldotierten Vertrag gegangen ist. Der lässt nun beim streitbaren, aber stets ehrlichen Profi weiter die Kasse klingeln.

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Lars Pollmann  
11.09.2022