"Haben unheimlich hohen Status"

Kehrer: "Habe in Paris Mitspieler, die mit Sicherheitsleuten unterwegs sind"

Kehrer (r.) wechselte 2018 vom FC Schalke 04 zu PSG.
Kehrer (r.) wechselte 2018 vom FC Schalke 04 zu PSG. Foto: Imago

Thilo Kehrer will sich im Starensemble von Paris Saint-Germain beweisen. Ebenso möchte sich der Verteidiger unter Bundestrainer Hansi Flick auch beim DFB etablieren. Der 24-Jährige gibt sich selbstreflektiert und kämpferisch.

Bei der vergangenen Europameisterschaft, die für Deutschland gegen England bereits im Achtelfinale endete, war Thilo Kehrer nicht im Aufgebot des DFB. Hansi Flicks Vorgänger Joachim Löw ließ den Defensivspieler von Paris Saint-Germain daheim, da dieser bei den Franzosen zuvor nicht genügend Spielzeit erhielt. Wie Kehrer nun im Interview mit dem kicker verriet, hätte er "die EM natürlich super gern gespielt", aber stellte er auch klar: "Andererseits merke ich jetzt, dass mir die Sommerpause nach zwei schwierigen Jahren, in denen ich oft auch mit Schmerzen gespielt habe, richtig gutgetan hat. Ich habe mich körperlich und mental einmal komplett runtergefahren, um dann mit Vorbereitungsbeginn richtig angreifen zu können."

Kehrer freut sich über DFB-Neustart unter Flick

Unter Flick sei es nun "zu spüren, dass sich alle auf den Neustart freuen, dass die Stimmung und die Energie gut sind. Wir spüren aber auch, dass die Ziele und die Ansprüche an uns groß sind. Es muss deshalb sichtbar werden, dass wir immer gewinnen wollen", so der PSG-Verteidiger, der nebenbei auch über psychischen Druck im Profifußball sprach. "Je größer der Erfolg und die Popularität werden", meinte der Ex-Schalke-Profi, "desto schwieriger werden mitunter kleine, aber wichtige Dinge".

"Popularität ist auch eine Anerkennung"

Spielt er mit Stars wie Neymar, Kylian Mbappe und Lionel Messi in einem Klub, sagte Kehrer dazu: "Ich habe gerade in Paris Mitspieler, die einen unheimlich hohen Status haben, die sind, wenn sie rausgehen, dann mit Sicherheitsleuten unterwegs. Mir ist bewusst, dass Popularität auch eine Anerkennung ist, aber sie macht es eben manchmal nicht einfacher, sich frei zu bewegen." Offensichtlich genießt er selbst jedoch das Privileg, mit derartigen Stars zusammenzuspielen. Mitunter deshalb wurde wohl auch aus einem Sommer-Transfer zum FC Bayern nichts (fussball.news berichtete). Sein Vertrag in der französischen Hauptstadt läuft indes noch bis 2023.

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Adrian Kuehnel  
02.09.2021