Mitglied der DFL-Kommission Fußball

Kehl: "Der Fußball weiß sich weiterhin einzuordnen"

Verwaiste Tribünen sollten der Vergangenheit angehören. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Verwaiste Tribünen sollten der Vergangenheit angehören. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Die Reisezeit hat die Befürchtungen hinsichtlich steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie bestätigt. Der besorgniserregende Trend hat auch auf die Bundesliga Auswirkungen. Pläne, mit mehreren Tausend Fans in die neue Saison zu starten, scheinen schwer vorstellbar. Sebastian Kehl von Borussia Dortmund äußert Verständnis.

"Wir haben das sehr eng verfolgt und sind ja auch im starken Austausch mit der Politik. Es war keine große Überraschung, dass der Fußball aufgrund der aktuellen Situation im Land eine untergeordnete Rolle spielt", so der Lizenzspielerleiter gegenüber kicker.TV. Der Ex-Nationalspieler gehört der DFL-Kommission Fußball an, die sich mit Auswirkungen der Coronakrise beschäftigt, insofern bleibt er stets auf dem neuesten Stand. Der Ligaverband hat kürzlich in einem offiziellen Statement ausgedrückt, angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung keinen Druck auszuüben.

Geisterspiele sollten Vergangenheit sein

"Da stellen wir keine Forderungen, da weiß sich der Fußball weiterhin einzuordnen. Das haben wir in der letzten Saison auch getan", sagt Kehl. Seinerzeit überzeugte das DFL-Hygiene-Konzept hinreichend, erhielt allen Unkenrufen zum Trotz das Grüne Licht der Politik und Behörden. Es erwies sich als Erfolgsgeschichte, die weltweit viel Beachtung fand. Dennoch sollte die Zeit der absoluten Geisterspiele der Vergangenheit angehören. Nun ist davon auszugehen, dass auch zum Saisonstart der Bundesliga in fünf Wochen nur mehr oder minder essentielles Personal in den Stadien zugegen sein darf.

"Reiz des Spiels"

"Trotzdem ist es der Wunsch, nicht nur der Spieler, sondern auch der Trainer und aller Verantwortlichen, dass wir wieder Fans im Stadion haben", sagt Kehl. Dabei gehe es nicht nur um wirtschaftliche Überlegungen. Zuschauer machen aus Sicht des Ex-Kapitäns des BVB den "Reiz des Spiels" aus und geben ihm Emotionen, die uns ein Stück weit gefehlt haben".

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Lars Pollmann  
13.08.2020