BVB muss sich gedulden

Kehl begrüßt vereinzelte Fan-Rückkehr: "Fußball kann sich beweisen"

In Leipzig dürfen wieder Fans dabei sein, Kehl findet es gut. Foto: Maja Hitij/Getty Images
In Leipzig dürfen wieder Fans dabei sein, Kehl findet es gut. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Die Diskussion um die ungleiche Handhabung der Rückkehr von Fans an den verschiedenen Standorten der Bundesliga nimmt immer mehr Fahrt auf. Dabei dominieren Kritiker bisweilen die Schlagzeilen. Sebastian Kehl von Borussia Dortmund aber sieht es positiv.

"Einzelne Vereine dürfen wieder mit Zuschauern spielen, ich glaube, das ist ein guter Schritt", zitieren die Ruhr Nachrichten den Lizenzspielerleiter des BVB. "Einfach deshalb, um dem Fußball die Möglichkeit zu geben, sich weiter zu beweisen." Die Profiklubs seien schon beim Projekt Restart der Bundesliga sehr gewissenhaft mit ihrer Verantwortung umgegangen, ähnliches solle in der neuen Saison erneut Signalwirkung entfalten. "Am Ende ist es ja eine Entscheidung, die über den Fußball hinausgeht, auch die Kultur ist davon betroffen", so Kehl.

"Dürfen uns nicht überhöhen, aber ..."

Der langjährige Kapitän des BVB ist der Ansicht, der Profifußball solle durchaus mutig auftreten. "Wir dürfen uns nicht überhöhen, aber trotzdem müssen wir versuchen, den Weg zurück in die Normalität zu finden." Dabei betont Kehl, es gehe niemandem um die Vollauslastung mit ausverkauften Häusern. Vielmehr stehe ein sukzessiver Aufbau in diese Richtung bevor. "Deswegen wünsche ich mir, dass diese Tests, die jetzt bei manchen Vereinen anlaufen, alle gut ausgehen." Anstelle von Wettbewerbsverzerrung sieht der Ex-Nationalspieler also eine große Chance darin, dass die Zuschauer bisher nur bei einzelnen Klubs zugelassen sind.

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Lars Pollmann  
04.09.2020