Umbruch bei Eintracht steht bevor

Kapitänsbinde für Rode? "Wenn es darauf ankommt, nehme ich sie gerne"

Rode trug die Binde in der Vorsaison dreimal. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images
Rode trug die Binde in der Vorsaison dreimal. Foto: Friedemann Vogel/Pool via Getty Images

Eintracht Frankfurt steht in der näheren Zukunft der Abschluss eines Umbruchs bevor. Mit Jonathan de Guzman, Gelson Fernandes und Marco Russ sind drei Routiniers bereits weg, auch David Abraham und Makoto Hasebe werden sich dazugesellen. Sebastian Rode ist bereit für mehr Verantwortung.

Der Mittelfeldmann ist Leistungsträger und Identifikationsfigur, hat nach der Rückkehr zu den Hessen auch seine körperlichen Probleme in den Griff bekommen. Er steht durchaus zur Verfügung, wenn es etwa um die Besetzung des Kapitänspostens bei Eintracht geht. "Auch wenn es momentan nicht zur Debatte steht, weil Makoto und David noch da sind", wie Rode gegenüber der Bild-Zeitung betont. Zudem sehe er Kevin Trapp als ersten Anwärter. Dreimal trug aber auch der 29-Jährige in der Vorsaison die Kapitänsbinde.

"Auch für den Trainer Neuland"

"Wenn es darauf ankommt, nehme ich sie gerne. Aber ich poche nicht drauf", formuliert Rode. Grundsätzlich scheint Eintracht kein Team zu sein, dem es an Häuptlingen fehlt. Überhaupt ist die Mannschaft von Adi Hütter beinahe zu dicht aufgestellt, weil erstmals seit zwei Jahren ohne den internationalen Wettbewerb viele Spiele wegfallen. "Wir müssen lernen, damit umzugehen, als Mannschaft aufpassen und frühzeitig gegensteuern", sagt Rode. "Das wird auch für den Trainer Neuland."

"Das ganze Jahr konstant bleiben"

Für Hütter hat es aber auch den positiven Effekt, mit seinem Team deutlich mehr Zeit auf dem Trainingsplatz verbringen zu können. Es ist wohl durchaus zu erwarten, dass Eintracht Frankfurt fußballerisch von der Europa-Pause profitiert. Sie soll dennoch kurz ausfallen, wenn es nach Rode geht. "Wir müssen das ganze Jahr sehr konstant bleiben, um Sechster zu werden. Ich bin zwar optimistisch, dass wir um den Platz kämpfen können. Aber es wird kein Selbstläufer." Die abgelaufene Saison endete für die Hessen auf Platz neun, es fehlten sieben Zähler zur TSG Hoffenheim und Rang sechs.

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Lars Pollmann  
29.08.2020