Campbells Arsenal-Wechsel

Warnbeispiel für Kane: Als die Spurs ihren besten Spieler ablösefrei verloren

Campbell wechselte 2001 ablösefrei von den Spurs zu Arsenal. Foto: Phil Cole /Allsport
Campbell wechselte 2001 ablösefrei von den Spurs zu Arsenal. Foto: Phil Cole /Allsport

Tottenham Hotspur erweist sich für den FC Bayern als hartnäckiger Verhandlungspartner. Die Spurs geben Harry Kane bis dato nicht frei und laufen damit Gefahr, den Stürmer 2024 ablösefrei zu verlieren. Dabei droht dem Klub ein böses Déjà-vu: 2001 verlor man Sol Campbell ablösefrei an den FC Arsenal.

Der Vertrag von Harry Kane läuft bei Tottenham Hotspur 2024 aus. Verlängern will der 30-Jährige diesen bis dato nicht. Stattdessen wartet der Torjäger darauf, dass sich der FC Bayern mit den Spurs über einen Transfer in diesem Sommer einig wird. 110 Millionen Euro stehen als Ablöse aktuell im Raum. Ob sich die beiden Klub endlich den Handschlag geben werden, steht aus. Klar ist: Sollten die Spurs auf das Angebot aus München nicht eingehen, droht ein ablösefreier Weggang Kanes im kommenden Sommer. Das dürfte Tottenham an einen schmerzhaften Abgang im Sommer 2001 erinnern.

Campbell schlug lukrativen Spurs-Vertrag aus

Damals war Sol Campbell - wie jetzt Kane - Kapitän der Spurs. Der Innenverteidiger wollte renommierte Titel gewinnen und vor allem im Europapokal spielen. Weil er mit Tottenham eine Saison nie besser als auf dem siebten Platz beendete, blieb ihm der Traum allerdings verwehrt. So entschied sich Campbell dafür, seinen Ende Juni 2001 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern - obwohl ihm die Spurs den damals bestdotierten Kontrakt in der Klubgeschichte anboten. Der mittlerweile 48-Jährige galt seinerzeit als bester Spieler Tottenhams und einer der besten Englands. Der Super-GAU folgte für die Spurs anschließend erst: Am 3. Juli 2001 wurde Campbell überraschend beim FC Arsenal als Neuzugang präsentiert. Der ablösefreie Wechsel zum Lokalrivalen schmerzte den Spurs in doppelter Hinsicht. Campbell, der fortan von den Anhängern seines Ex-Klubs als "Judas" beschimpft wurde, wurde 2002 und 2004 englischer Meister mit den Gunners, spielte dort 41-mal in der Champions League und erreichte 2006 das Endspiel (1:2 gegen den FC Barcelona). Sportlich zahlte sich der kontroverse Wechsel für Campbell jedenfalls aus, doch die Spurs erinnern sich bis heute ungern daran. Ob es mit Kane ähnlich verlaufen wird?

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Adrian Kühnel  
09.08.2023