Bei Abgang des Torjägers

Kalajdzic, Schick, Sesko: Bayerns potenzieller Lewy-Ersatz?

Augen zu und ab zu Bayern? Schick steht wohl auf der Liste. Foto: Getty Images
Augen zu und ab zu Bayern? Schick steht wohl auf der Liste. Foto: Getty Images

Der FC Bayern muss sich spätestens seit Dienstagabend und dem Aus in der Champions League gegen den FC Villarreal eingestehen, dass in der Kaderplanung der jüngeren Vergangenheit Fehler gemacht wurden. Es mangelt auf zu vielen Positionen an hochwertigen Alternativen, die Mannschaft scheint in zu vielen Momenten abhängig von Robert Lewandowski. Dessen Zukunft bleibt ungeklärt.

Zwar erwiesen sich Meldungen aus Polen zu Wochenbeginn, der Stürmer habe sich schon für einen Wechsel zum FC Barcelona entschieden, erwartungsgemäß als mindestens verfrüht, dennoch bleibt das Thema eines mit Knall-Potenzial. Wie Sport Bild berichtet, hat sich Lewandowski trotz so mancher Verstimmung im Umgang mit den Klubverantwortlichen noch nicht festgelegt, ob er wechseln oder verlängern möchte. Klar ist aber, dass die Bayern von ihrer üblichen Politik, bei älteren Spielern eher vorsichtig zu agieren, abweichen müssten, um den Torjäger zu halten.

Schick als große Lösung

Weil eben nicht auszuschließen ist, dass der 33-Jährige doch nochmal einen Klubwechsel anstrebt, beispielsweise um bei Barca einen langfristigeren Vertrag zu unterschreiben, als es ihn in München geben würde, muss sich der FC Bayern mit Alternativen befassen. Laut des Magazins stehen mindestens drei Namen auf einer Schattenliste der Verantwortlichen. Als große Lösung haben sie dabei Patrik Schick von Bayer Leverkusen auf dem Zettel. Der Tscheche hat in der laufenden Saison den endgültigen Durchbruch in der Bundesliga gepackt und auch als Torschützenkönig der EURO im Sommer auf sich aufmerksam gemacht. Um den Werkself-Stürmer loszueisen, würden aber wohl 75 Millionen Euro aufgerufen. Fraglich, ob der FC Bayern so viel auf den Tisch legen wollen würde, immerhin hat Schick eine recht lange Krankenakte.

Bereits Kontakte zu Kalajdzic

Eine deutlich günstigere Alternative aus der Bundesliga wäre dem Bericht zufolge Sasa Kalajdzic. Mit dem Stürmer des VfB Stuttgart habe es zu Jahresbeginn bereits lose Kontakte seitens des Rekordmeisters gegeben. Der Österreicher soll für 20 Millionen Euro zu haben sein, ihm traut man beim FC Bayern wohl noch eine starke Weiterentwicklung zu. Dies wäre auch das Schlagwort beim dritten und bislang unbekanntesten Kandidaten: Benjamin Sesko ist bei RB Salzburg mit seinen erst 18 Jahren noch nicht gesetzt, ihm wird aber eine große Karriere vorhergesagt. Es wäre allerdings wohl schwer vermittelbar, Lewandowski zu verlieren und ihn mit einem Jungnationalspieler Sloweniens zu ersetzen, der bei seinem aktuellen Klub noch zu den Rohdiamanten gehört. Deutlich besser zu verkaufen wäre die Verpflichtung von Erling Haaland von Borussia Dortmund, die aus wirtschaftlichen Gründen aber als kaum darstellbar gilt. Das Gesamtpaket in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro bei einem Vertrag über fünf Jahre können sich wohl nur ausländische Klubs leisten, die von staatlichen Geldgebern aufgepäppelt werden (Manchester City) oder es mit der schwarzen Null nicht so genau nehmen (Real Madrid).

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Lars Pollmann  
13.04.2022