Köln verliert gegen Union

Kainz: "Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen"

Florian Kainz (r.) war nach der Niederlage des FC gegen Union ernüchtert. Foto: Getty Images.
Florian Kainz (r.) war nach der Niederlage des FC gegen Union ernüchtert. Foto: Getty Images.

Der 1. FC Köln hat aufgrund eines frühen Eigentores mit 0:1 gegen Union Berlin verloren. Angesichts der ersten Halbzeit hätte sich Florian Kainz wohl kaum über eine höhere Niederlage beschwert.

Das Tor des Tages fiel bereits in der dritten Minute, als Timo Hübers ein Eigentor zum 0:1 unterlief, dennoch hätte Union Berlin beim 1. FC Köln höher gewinnen können. Einerseits verschoss Jordan Siebatcheu in der zehnten Minute ein Elfmeter, andererseits wurde ein Treffer von Sheraldo Becker aufgrund einer Abseitsstellung annulliert (14.). Zwar hatten die Köpenicker im Anschluss weitere Chancen, mehr Tore blieben der Elf von Urs Fischer allerdings verwehrt. Auf der anderen Seite machte Köln nach 30 Minuten einen anderen Eindruck, dennoch erspielten sich die Geißböcke nicht genügend Torchancen, um einen Punktgewinn zu erzwingen.

Kainz: "Wir haben verdient verloren"

Nach dem Schlusspfiff sprach Florian Kainz am DAZN-Mikrofon von einem typischen Spiel gegen Union, dennoch habe der FC eine schwache erste Halbzeit gespielt: "Es ist immer schwer gegen Union Berlin, sie verteidigen sehr gut. Wir haben verdient verloren, man muss sagen, die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Wir haben in der zweiten Halbzeit alles probiert, sind aber nicht zu zwingenden Chancen gekommen. Es war sehr enttäuschend."

"Wir waren nicht giftig genug"

Die Mannschaft habe sich "in der ganzen ersten Halbzeit den Schneid abkaufen lassen", ärgerte sich Kainz, "wir waren nicht giftig genug, Union hat sehr kompakt gespielt." Die Dreifachbelastung könne allerdings keine Ausrede sein, da auch Union am Donnerstag international gespielt hat: "Wir haben beide unter der Woche gespielt, von daher kann es keine Ausrede sein. Wir haben viel Frische reingebracht und trotzdem die ersten Minuten verschlafen." Daraus gilt es zu lernen, um in den kommenden Partien ein anderes Gesicht zu zeigen.

Florian Bajus  
11.09.2022