Vorstandsmitglied erwartet "gewaltige Veränderungen"

Amazon, Netflix und Co. - Kahn: Bayern konkurriert nicht nur mit Fußballklubs

Kahn sieht den FC Bayern nicht nur mit anderen Klubs in Konkurrenz. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Kahn sieht den FC Bayern nicht nur mit anderen Klubs in Konkurrenz. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Die schrittweise Rückkehr von Fans in die Stadien der Bundesliga sorgt für mehr Atmosphäre bei den Spielen. Sie ist auch wichtig, um die Bindung der Zuschauer an den Sport zu erhalten. Es gibt durchaus die Sorge, dass sich gerade jüngere Generationen abwenden könnten, wenn der Fußball noch lange eingeschränkt bleibt. Oliver Kahn sieht den FC Bayern deshalb nicht nur im sportlichen Wettbewerb.

"Ich glaube nicht, dass die Konkurrenz jetzt nur Borussia Dortmund, RB Leipzig, andere Bundesliga-Mannschaften oder europäische Topclubs sind", so das Vorstandsmitglied im Sportstudio-Podcast des ZDF. "Die Konkurrenz des FC Bayern sind andere Möglichkeiten, die junge Menschen im Bereich Unterhaltung haben", ist Kahn überzeugt. Konkret nennt er die Streamingdienste Amazon Prime und Netflix als potenzielle neuartige Konkurrenten des FC Bayern.

"Veränderungen werden gewaltig sein"

Klar ist, dass vor allem jüngere Generationen potenzieller Fans heutzutage deutlich größere Angebotspaletten im Bereich der Freizeitgestaltung zu ihrer Verfügung haben. Dem tragen Fußballklubs beispielsweise durch die Gründung von E-Sport-Abteilungen Rechnung. Der Trend geht jedenfalls nicht in die Richtung, dass sich Fans in ganz besonderer Weise über ihre Verbindung zum Lieblingsverein definieren. "Wir werden in diesem Jahrzehnt Veränderungen erleben, die werden gewaltig sein", ist Kahn überzeugt. Er soll sie beim FC Bayern gestalten, der langjährige Kapitän übernimmt Ende 2021 planmäßig den Vorsitz im Vorstand des Rekordmeisters von Karl-Heinz Rummenigge.

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Lars Pollmann  
01.10.2020