Blick in die Zukunft

Juve-Sportkoordinator: Wieso Ronaldo keine Steine in den Weg gelegt wurden

Cristiano Ronaldo ist von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt. Foto: Imago.
Cristiano Ronaldo ist von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt. Foto: Imago.

Cristiano Ronaldo hat Juventus Turin nach drei Jahren verlassen. Sportdirektor Federico Cherubini hat nun erläutert, wieso die Alte Dame den Portugiesen zu Manchester United hat ziehen lassen.

Mit Cristiano Ronaldo sollte auch die Champions-League-Trophäe bei Juventus Turin einkehren, den Traum vom Gewinn der Königsklasse konnte der fünfmalige Weltfußballer dem italienischen Rekordmeister aber nicht erfüllen. Trotz der Verpflichtung Ronaldos, der den höchsten europäischen Vereinswettbewerb in seiner Karriere bisher fünfmal gewann, erreichte Juve in der Saison 2018/19 lediglich das Viertelfinale und schied in den vergangenen beiden Spielzeiten bereits im Achtelfinale aus.

Juve sehnt sich nach der Champions League

Die Alte Dame wird auch in Zukunft alles daran setzen, den Europapokal der Landesmeister respektive die Champions League zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Seit 1973 zog der Verein neunmal ins Endspiel ein, setzte sich aber lediglich 1985 gegen den FC Liverpool und 1996 gegen Ajax Amsterdam durch. Nach dem Triumph gegen die Niederländer hätte Juve einen Titel-Hattrick hinlegen können, die Bianconeri verloren jedoch 1997 gegen Borussia Dortmund und 1998 gegen Real Madrid - genau wie 1973 gegen Ajax, 1983 gegen den Hamburger SV, 2003 gegen die AC Milan, 2015 gegen den FC Barcelona und 2017 erneut gegen Real.

Cherubini: "Wir müssen auf die Zukunft vorgreifen" 

Ohne Ronaldo hat für die Verantwortlichen eine neue Zeitrechnung begonnen, wie Sportkoordinator Federico Cherubini im Interview mit Tuttosport erläuterte: "Als Cristiano uns mitgeteilt hat, dass er uns verlassen will, hatten wir nur einen Gedanken. Es war nicht: 'Cristiano geht, wir müssen ihn ersetzen.' Es war: 'Cristiano geht, wir müssen auf die Zukunft vorgreifen'", so der 50-Jährige. Man habe die Pläne geändert, so Cherubini, weshalb Moise Kean drei Jahre nach seinem Abschied wieder zurückgekehrt ist. Der Transfer des 21-Jährigen sei symbolisch für die neue Ära, sagte Cherubini: "Kean ist nicht der Ersatz von CR7, sondern ein Element eines Plans, mit einem anderen Projekt weiter zu gewinnen." Mit Cheftrainer Massimiliano Allegri kehrte zuvor der Erfolgstrainer der jüngeren Vergangenheit zurück. Unter dessen Ägide wurde Juve fünfmal Meister, viermal Pokalsieger - und erreichte zweimal das Endspiel der Champions League.

Florian Bajus  
10.09.2021