Trainer-Rückkehrer

Juve-Legende Zoff: "Wenn es einer kann, dann Allegri"

Allegri muss mit Juventus noch aufholen. Foto: Getty Images
Allegri muss mit Juventus noch aufholen. Foto: Getty Images

Für Juventus muss die Losung nach der Länderspielpause in der Serie A 'Neustart' lauten. Die Alte Dame liegt nach zwölf Spieltagen lediglich auf Rang acht, der Meistertitel scheint bereits völlig außer Reichweite. Die Rückholaktion von Massimiliano Allegri findet Klubikone Dino Zoff trotzdem richtig.

"Wenn eine Person einer Mannschaft Erfahrung, Kompetenz und Wissen bringen kann, kann ihrer Rückkehr gar nichts anderes als gut sein", so der vielleicht größte Torhüter aller Zeiten gegenüber der Sportzeitung Tuttosport. "Und Allegri hat in diesem Fall all diese Fähigkeiten. Wenn einer diese Mission erfüllen kann, dann ist es er", legt sich Zoff fest. Mit der 'Mission' ist die Rückkehr an die Spitze gemeint, die Juventus im Vorjahr erstmals nach neun Scudetti in Serie an Inter Mailand abtreten musste.

"Moment, an dem die anderen anfangen zu gewinnen"

Zoff, der über 450 Pflichtspiele für die Bianconeri absolvierte und später auch ihr Cheftrainer wurde, findet dabei völlig normal, dass sich sein Ex-Klub nicht ausnahmslos jedes Jahr durchsetzen kann. "Es kommt immer der Moment, an dem die anderen anfangen zu gewinnen", erklärt der 79-Jährige recht lapidar. Dennoch steht Juventus unter besonderem Druck, wenn es am Samstag auf Lazio trifft.

Am Samstag "gewisse Genugtuung" für Sarri?

Die Römer liegen nicht nur in der Tabelle vor Juve, sondern werden auch von Maurizio Sarri trainiert. Der holte 2020 die Meisterschaft mit der Alten Dame, musste seinen Platz dennoch räumen. Im Nachhinein gilt sein Aus zugunsten von Andrea Pirlo als Fehler, den die Rückkehr von Allegri korrigieren soll. "Lazio gegen Juventus ist auf dem Feld wichtig und interessant genug, das ist nur ein zusätzliches Detail", sagt Zoff. Klar sei aber auch, dass Sarri "eine gewisse Genugtuung empfinden würde, sollte er gewinnen". Juventus läge dann bereits sechs Punkte hinter den Römern.

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Lars Pollmann  
17.11.2021