Nach titellosem Jahr

Juve ein Scudetto-Anwärter? Allegri: "Bin optimistisch"

Allegri sieht den Erfolgsdruck gelassen. Foto: Getty Images
Allegri sieht den Erfolgsdruck gelassen. Foto: Getty Images

In der Serie A trifft Juventus am Sonntagabend daheim auf US Salernitana. Die Alte Dame steht dabei unter Zugzwang, will sie den Rückstand auf die Tabellenspitze nicht schon früh in der Saison anwachsen lassen. Nach fünf Spieltagen sind die Bianconeri von Massimiliano Allegri ungeschlagen, überzeugen fußballerisch mit schon drei Remis aber nur leidlich.

Dafür hat der Chefcoach durchaus eine Erklärung. "Es fehlen uns von Beginn an wichtige Spieler, mit denen ich auch die Chance hätte, mehr zu wechseln", zitiert die Sportzeitung Tuttosport Allegri vor dem Heimspiel. Der Übungsleiter nimmt dabei einen weitsichtigen Blick an: "Wir müssen am 13. November in der Tabelle so gut wie möglich dastehen. Wir dürfen uns nicht diesen Monat alles kaputt machen." Mitte November verabschiedet sich die Serie A in die WM-Pause, Juve will dann bei der Musik sein.

Titellose Saison hinter der Alten Dame

Denn nach zwei Jahren, in denen der vorherige Abonnement-Champion mit dem Scudetto nicht wirklich etwas zu tun hatte, ist der Erfolgsdruck durchaus gewachsen. Zuletzt hat John Elkann, Chef der Holding Exor, zu deren Portfolio unter anderem auch Juventus gehört, mit öffentlichen Aussagen betont, dass das Team zwingend um den Titel mitspielen sollte. "Sein Optimismus freut mich und ich trage ihn auch in mir", antwortet Allegri durchaus diplomatisch.

"Juve dahin bringen, wo es hingehört"

Der 55-Jährige weiß, dass er sich wohl kaum eine weitere Saison ohne jede Trophäe erlauben kann, weshalb ihm die Ergebnisse deutlich wichtiger sind, als alle Kritiker mit berauschendem Fußball ruhig zu stellen. "Das ficht mich nicht an, ich sehe die Dinge anders. Wir arbeiten hart daran, Juve dahin zu bringen, wo es hingehört. Zu gewinnen, das ist eine außergewöhnliche Sache. Letztes Jahr haben wir nichts gewonnen, also müssen wir noch hungriger sein." Unter der Woche hatte die Alte Dame den Auftakt in die Champions-League-Gruppenphase bei Paris Saint-Germain mit 1:2 bestritten, was den Druck auf Allegri nicht eben gemindert haben dürfte.

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Lars Pollmann  
11.09.2022