Top-Start bei Union

Juristische Bedenken: Köln sah von Kruse-Transfer ab

Kruse schloss sich im Sommer den Eisernen an. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Kruse schloss sich im Sommer den Eisernen an. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Union Berlin ist die große Überraschung der ersten Saisonphase in der Bundesliga. Während der Länderspielpause grüßen die Eisernen von Tabellenplatz fünf. Einer der Garanten für den Erfolg ist Max Kruse. Dessen ablösefreier Transfer war vielleicht der beste Deal des Sommers. Der 1.FC Köln traute sich einen solchen nicht.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, haben die Geißböcke aufgrund juristischer Bedenken Abstand von einer Verpflichtung des Angreifers genommen. Der Ex-Nationalspieler hatte im Juni seinen Vertrag bei Fenerbahce in Istanbul unter der Vorgabe gekündigt, ihm seien Gehaltszahlungen vorenthalten worden. Der türkische Traditionsklub bestritt die Gültigkeit der Kündigung, kündete seinerseits rechtliche Schritte an. Kruse war im Sommer auf dem Markt, letztlich war aber nicht ganz klar, ob er tatsächlich ablösefrei sein würde.

Mehr Torbeteiligungen als der gesamte FC

Dem Bericht zufolge bestanden in Köln wohl sogar auch Bedenken darüber, ob der 32-Jährige vor der endgültigen Klärung eine Spielberechtigung für einen neuen Klub erhalten würde. Die Domstädter waren dabei gebrannte Kinder, weil die Erinnerung an den Rechtsstreit um Anthony Modeste noch frisch war. Bei Union Berlin setzte sich eine andere Einschätzung durch, womöglich war auch der Mut größer. In jedem Fall unterschrieb Kruse in der Bundeshauptstadt statt in Köln, und ist mit drei Toren und fünf Vorlagen aktuell der beste Mann. Er war somit an mehr Treffern direkt beteiligt, als der 1.FC Köln an den ersten sieben Spieltagen insgesamt zustande brachte.

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Lars Pollmann  
17.11.2020