Mehr eigene Talente

Jugend forscht: Gladbach will stärker auf den Fohlenstall setzen

Künftig sollen mehr Talente im Fohlen-Training mitmischen. Foto: Getty Images.
Künftig sollen mehr Talente im Fohlen-Training mitmischen. Foto: Getty Images.

Roland Virkus will Borussia Mönchengladbach wieder auf den "Borussia-Weg" führen. Dieser beinhaltet einen höheren Durchlass vom Nachwuchs- in den Profibereich. 

In den vergangenen Jahren hat sich Borussia Mönchengladbach als vielversprechende Anlaufstelle für junge und talentierte Spieler etabliert. Die meisten dieser Rohdiamanten - wie etwa Granit Xhaka, Thorgan Hazard, Marco Reus oder Denis Zakaria - waren jedoch externe Neuzugänge, die auf Anhieb in den Profikader integriert wurden. Mit Marc-Andre ter Stegen, Mahmoud Dahoud und Marko Marin stammen hingegen nur drei der zehn teuersten Abgänge der Vereinsgeschichte aus dem hauseigenen Nachwuchs.

Virkus will "ein ausgewogenes Verhältnis schaffen"

Der Fohlenstall soll in Zukunft aber wieder ein Markenzeichen der Borussia werden, wie Sportdirektor Roland Virkus bei der Mitgliederversammlung am Montag erläuterte. Es werde "unsere Aufgabe sein, auch wieder die dritte Säule (Die eigene Nachwuchsabteilung, d. Red.) zu befeuern, um ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen. Das wird die Zukunft von Borussia Mönchengladbach sein", wird Virkus von der Rheinischen Post zitiert. 

"Immer schwierig, Jungs für die erste Mannschaft zu entwickeln"

Dass eigene Nachwuchstalente in der jüngeren Vergangenheit immer seltener den Sprung in den Profibereich geschafft haben, sei ein Nachteil der sportlichen Entwicklung seit 2011: "Es ist immer schwierig, Jungs für die erste Mannschaft zu entwickeln. Wir haben irgendwann international gespielt. Dadurch ist es schwieriger, den Jungs zu versprechen, eine Chance in der ersten Mannschaft zu bekommen." Der bewusste Schritt zurück soll die Chancen für die hauseigenen Talente erhöhen. 

Florian Bajus  
31.05.2022