Spielpraxis in Österreich

Joveljic-Leihe: Potential zur absoluten Win-Win-Situation

Dejan Joveljic soll in Österreich Spielpraxis sammeln. Foto: Getty Images

Dejan Joveljic hat Eintracht Frankfurt erneut per Leihe verlassen und wird in der nächsten Spielzeit für den Wolfsberger AC in Österreich auf Torejagd gehen. Ein Wechsel, der vor allem auf den zweiten Blick durchaus Sinn macht.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Die Leihe zum RSC Anderlecht wurde in der Rückrunde der vergangenen Saison für Dejan Joveljic und Eintracht Frankfurt durch die Coronakrise mächtig durchkreuzt. "Corona hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter zuletzt. Nur fünf Spiele konnte der Serbe bei den Belgiern absolvieren, erzielte ein Tor und bereitete eins vor. Der U21-Nationalspieler sollte eigentlich eine ähnliche Entwicklung wie Daichi Kamada und Tuta nehmen, doch wurde jäh ausgebremst. Nun also die erneute Leihe - diesmal in Hütters Heimat Österreich zum Wolfsberger AC. 

Viele Spiele auf hohem Niveau

Für den 21-jährigen Stürmer eine große Chance. Auch wenn die österreichische Liga auf den ersten Blick nicht ganz so reizvoll erscheint, ist es neben der deutschen Sprache, die der Youngster weiter aktiv lernen kann, vor allem die sichere Teilnahme an der Europa League, die Joveljic zumindest in der Hinserie auch auf europäischer Ebene Spielpraxis verschaffen wird. Dazu kommt der Modus in der österreichischen Bundesliga. Sollten die Wolfsberger nach 22 Spieltagen in den Top Sechs stehen, folgen zehn Spiele in der internen Meisterliga. 

Österreich statt 2. Bundesliga

Entsprechend wird Joveljic beim WAC im Optimalfall viermal gegen Gegner der Klasse RB Salzburg oder Rapid Wien auflaufen, zudem mindestens sechsmal in der Gruppenphase der Europa League. Spielpraxis auf hohem Niveau ist folglich garantiert. Auch weil die Österreicher den Offensivmann, der 2019 für vier Millionen Euro zur Eintracht gewechselt ist, unbedingt wollten. Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner kündigte bereits an: "Dejan ist in Wolfsberg ein absoluter Wunschspieler." Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen wohl auch gegen einen Transfer in die 2. Bundesliga. Am Ende ist es nämlich vor allem die Spielpraxis, die bei und für Joveljic zählt.

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Benjamin Heinrich  
26.08.2020