Leihgabe von Real Madrid

Joga Bonito beim BVB: In diese Fußstapfen tritt Reinier

Dede, Evanilson, Amoroso und Ewerthon wurden 2002 gemeinsam Meister. Foto: Getty Images
Dede, Evanilson, Amoroso und Ewerthon wurden 2002 gemeinsam Meister. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund hat unter der Woche den Brasilianer Reinier von Real Madrid ausgeliehen. Das 18-jährige Top-Talent soll die Möglichkeiten von Trainer Lucien Favre in der Offensive erhöhen. Mit seinen Landsleuten hat der BVB bisher zumeist sehr gute Erfahrungen gemacht.

fussball.news gibt den Überblick über die Brasilianer beim BVB

Julio Cesar

Der Verteidiger gehörte in den 1990er-Jahren zum Stamm der Schwarzgelben, als sie ihre erfolgreichste Phase hatten. Beinhart zu sich und den Gegnern, war Cesar bei Fans und der Mannschaft extrem beliebt.

Dede

Der Linksverteidiger wurde in 13 Jahren beim BVB zum Lieblingsspieler einer ganzen Generation von Fans. Dede ist der Rekordausländer von Dortmund, spielte fast 400 Pflichtspiele für den Klub.

Evanilson

Für einige Jahre bildete Evanilson das Pendant zu Dede auf der rechten Abwehrseite, spielte dabei weniger spektakulär aber kaum weniger gut. Sein Name ist aber auch untrennbar mit dem beinahe-Bankrott des BVB verbunden, der Evanilson gleich zweimal teuer bezahlte.

Ewerthon

Der Angreifer kickte von 2001 bis 2005 für den BVB und ist Fans vor allem wegen seines goldenen Treffers im Saisonfinale der Spielzeit 2001/02 in Erinnerung geblieben. Seinerzeit schoss er Dortmund zur Meisterschaft. Der achtfache Nationalspieler war davon ab ein vergleichsweise stiller Typ.

Marcio Amoroso

Auch bei Amoroso gehen die Gedanken sofort in die Saison 2001/02. Er beendete sie als Torschützenkönig, ohne den exzentrischen Angreifer wäre der BVB nie im Leben Meister geworden. Für einige Jahre war er der teuerste Bundesliga-Transfer überhaupt, nach weniger als drei Jahren verließ er den Klub aber ablösefrei und im Unfrieden.

Leandro

Der Bruder von Dede hinterließ in lediglich zwölf Spielen für die BVB-Profis keinen nachhaltigen Eindruck, traf aber immerhin zweimal.

Flavio Conceicao

Der Mittelfeldmann kam wie Reinier von Real Madrid auf Leihbasis nach Dortmund. Dort hoffen sie, dass sein junger Landsmann einen besseren Eindruck hinterlässt. Conceicao jagte bei seinem Debüt im Jahr 2003 fünf Minuten nach der Einwechslung einen Freistoß im Derby gegen den FC Schalke 04 in die Maschen. Es blieb das einzige Highlight seiner Zeit im Ruhrgebiet.

Tinga

In vier Jahren beim BVB ging der Mittelfeldmann als ehrlicher Arbeiter mit großer Lust auf den Platz. Fans schlossen den Kämpfer mit den Rastalocken schnell ins Herz, wenngleich es bisweilen frustrierend sein konnte, Tinga in Strafraumnähe am Ball zu sehen. 

Felipe Santana

Wenn Ewerthon mit der Meisterschaft 2002 verbunden ist, ist es bei Felipe Santana das 'Wunder gegen Malaga', das jedem Fan in den Sinn kommt. Der Abwehrspieler erzielte beim dramatischen Comeback im Champions-League-Viertelfinale 2013 den entscheidenden Treffer gegen die Spanier. Dass er dabei deutlich am Abseits stand, trägt zur Legendenbildung bei. Auch ansonsten war Santana in seinen fünf Jahren beim BVB sehr beliebt. Die Anhänger verzeihen ihm sogar, dass er anschließend für Schalke spielte.

Antonio da Silva

Der vor Reinier letzte Neuzugang aus Brasilien kam im Jahr 2010, nachdem er sich erst eher nur bei seinem Ex-Coach Jürgen Klopp fit halten wollte. Der Spielmacher hinterließ einen guten Eindruck und bekam einen Vertrag. In den zwei Meisterjahren 2011 und '12 machte er immerhin 27 Spiele. Unvergessen sein Freistoßtor im hitzigen Duell mit der TSG Hoffenheim auf dem Weg zur ersten Klopp-Meisterschaft.

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Lars Pollmann  
21.08.2020