Schalker Führung

Jobst: "Tönnies zieht keine Fäden im Hintergrund und will das auch nicht"

Tönnies trat bei Schalke von seinen Ämtern zurück.
Tönnies trat bei Schalke von seinen Ämtern zurück. Foto: Getty

Im Sommer trat mit Clemens Tönnies der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende von Schalke 04 von all seinen Ämtern zurück. Alexander Jobst, Vorstand für Marketing, Vertrieb und Organisation, spricht nun über eine neue Zeit in Schalkes Führungsriege.

Das seit Monaten in der Krise steckende Schalke 04 will wieder bessere Zeiten erleben. Der ehemalige Klubboss Clemens Tönnies wird dabei aber definitiv keine Rolle mehr spielen. Das Zukunftskonzept, so verriet Alexander Jobst dem kicker, "hat keinen Bezug zu Clemens Tönnies, weder in einem Amt noch als potentieller Investor. Nicht umsonst haben Jochen Schneider und ich nach dem Rücktritt von Clemens Tönnies von einer Zäsur für den Verein gesprochen."

Tönnies auf der Tribüne? Bild war "verheerend"

Zum Saisonauftakt bei der 0:8-Klatsche beim FC Bayern war Tönnies auf der Tribüne der Allianz Arena erneut im Kreise der Königsblauen-Führung zu sehen. Dieses Bild "war natürlich verheerend", erklärte Jobst nun im Nachhinein und stellte klar: "Wir wollten jedoch keine Diskussion vor den Kameras. So entstand eine Botschaft, die mit der Realität nichts zu tun hat."

"Er hat keine offizielle oder inoffizielle Funktion mehr"

Die Trennung von Tönnies sei ein fest getroffener Entschluss, der auch nicht widerrufen werden wird. "Er hat im Sommer entschieden, von seinem Aufsichtsratsvorsitz zurückzutreten, und hat seitdem keine offizielle Funktion mehr auf Schalke", betonte Jobst und fügte weiter an: "Und - das ist ganz wichtig - auch keine inoffizielle. Er zieht keine Fäden im Hintergrund und will das auch gar nicht." Auf Schalke hat damit eine neue Zeit begonnen - ohne den langjähriger Aufsichtsratsvorsitzenden.

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Adrian Kuehnel  
12.10.2020