Südkoreaner in allen vier Spielen auf dem Feld

Jeong: "Bin bereit für die erste Mannschaft"

Auf eine Torbeteiligung wartet Jeong noch. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images
Auf eine Torbeteiligung wartet Jeong noch. Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Der SC Freiburg erhält allseits großes Lob für seine Transferaktivitäten in der abgelaufenen Wechselperiode. Den Aderlass mit drei abgewanderten Stammspielern haben die Breisgauer überzeugend aufgefangen. Einen offensiven Flügelspieler vermisst man unter den externen Neuzugängen jedoch. Es ist eine Chance für Woo-yeong Jeong.

Der Südkoreaner kam bereits 2019 für immerhin zwei Millionen Euro Ablöse vom FC Bayern in den Schwarzwald, konnte sich aber nicht auf Anhieb durchsetzen. Im Winter lieh Freiburg ihn zurück an die Zweitvertretung des Rekordmeisters, mit durchschlagendem Erfolg. Jeong war beim überraschenden Meister der 3. Liga in 15 Partien an neun Treffern beteiligt, kehrte so gestärkt zurück zum Sportclub. Dort stand er in allen vier Pflichtspielen der neuen Saison auf dem Feld.

"Viel Krafttraining gemacht"

"Ich habe gezeigt, dass ich bereit bin für die erste Mannschaft", sagt Jeong selbstbewusst gegenüber der Badischen Zeitung. Während seiner ersten sechs Monate in Freiburg hatte es nur für 33 Minuten bei den Profis gereicht, hinzu kamen sechs Spiele in der Regionalliga. In München habe er gezielt an seinen Schwachstellen gearbeitet. Dabei kam die Corona-Unterbrechung dem U23-Nationalspieler sogar entgegen. "Während des Lockdowns habe ich drei Monate lang viel Krafttraining gemacht", so Jeong. Mehr Robustheit war unabdingbar, um sich auf Bundesliga-Niveau zur ernsthaften Alternative zu entwickeln. 

Hoeneß' wichtige Botschaft

Viel zu verdanken hat Jeong eigener Aussage zufolge auch Sebastian Hoeneß, der die Drittliga-Mannschaft des FC Bayern im Sommer Richtung TSG Hoffenheim verließ. Der Chefcoach redete dem Flügelspieler Mut zu. "Seine Botschaft an mich war: 'Hab' keine Angst. Geh einfach raus auf den Platz und zeige, was du draufhast'", berichtet Jeong. Das gelang so überzeugend, dass der 2019er-Neuzugang im zweiten Anlauf beim SC Freiburg ein ganz anderes Standing genießt.

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Lars Pollmann  
07.10.2020