Routinier hat auslaufenden Vertrag

Jantschke: "Hoffe, dass wir zusammenfinden und es weitergeht"

Auch ohne Stammplatz ist Jantschke bei Marco Rose sehr wichtig. Foto: Focke Strangmann/Pool via Getty Images
Auch ohne Stammplatz ist Jantschke bei Marco Rose sehr wichtig. Foto: Focke Strangmann/Pool via Getty Images

Borussia Mönchengladbach steht vor dem Einstieg in eine Saison, die den Kader von Marco Rose an den Rande der Belastbarkeit bringen dürfte. Verlässliche Spieler in den eigenen Reihen zu wissen, die auch ohne einen Stammplatz stets ihre Leistung liefern können, ist da Gold wert. Tony Jantschke ist ein Paradebeispiel.

"Es ist eine Qualität, auch zu performen, wenn man nicht immer spielt. Das schätzt der Verein an mir", so der 30-Jährige gegenüber der Rheinischen Post. Entsprechend sind die Fohlen wohl durchaus gewillt, das Arbeitsverhältnis mit dem Allrounder auszudehnen. Aktuell ist es bis Ende der Saison befristet. "Ich denke, dass wir nicht so weit weg sind, und hoffe, dass wir zusammenfinden und es weitergeht", so Jantschke.

"Auch an mir nagt es"

Der Sachse ist seit 2009 fester Bestandteil der Profis von Gladbach und gehört somit zu den dienstältesten Spielern der Bundesliga. In dieser langen Zeit hat sich Jantschke zum Stammspieler entwickelt, diesen Status aber wieder eingebüßt. Heuer ist er ein wichtiger Ansprechpartner für Rose, ein Liebling der Fans, der in der Abwehr Personallücken stopft. "Es gab nie einen Punkt, an dem ich gesagt habe: Ich will weg", so Jantschke. "Aber auch an mir nagt es, wenn ich eine gute Phase habe und dann wieder raus muss."

Top-15 statt Top-Elf

Dennoch bekennt er sich auch weiterhin zur Borussia, bei der er auch schlichtweg nicht wegzudenken ist. Die hohe Belastung der neuen Saison mit drei Wettbewerben und wenigen Pausen dürfte auch Jantschke zu mehr Spielanteilen verhelfen. "Man muss sich mal von dem Gedanken verabschieden, dass es elf Stammspieler gibt", erklärt der frühere Juniorennationalspieler. "Es gibt keine Top-Elf mehr, sondern eine Top-15 plus drei oder vier, die hinten dran sind. Und alle werden gebraucht."

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Lars Pollmann  
12.09.2020