"Klar hatte ich Angst"

Jansen: Karriereende mit 29 "die absolut richtige Entscheidung"

Jansen beendete 2015 überraschend seine aktive Laufbahn beim HSV. Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images
Jansen beendete 2015 überraschend seine aktive Laufbahn beim HSV. Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images

Marcell Jansen steht als neuer starker Mann des Hamburger SV in der Bringschuld. Die Rückkehr des Traditionsklubs in die 1. Bundesliga ist zum zweiten Mal schiefgegangen, der Klub steckt in finanziellen Nöten. Mit nur 34 Jahren steht der Aufsichtsratsvorsitzende unter Druck. Sein Karriereende vor fünf Jahren war eine große Überraschung.

"Ich hätte in dem Alter – zumal ich fit und gesund war – sicher noch ein paar Jahre als Profi weitermachen können, hätte damit gutes Geld gemacht und noch mal einen neuen Verein kennenlernen können", erinnert der Ex-Nationalspieler in einem Beitrag für das Portal Xing. Er habe sich dagegen entschieden, weil er den aktiven Part des Profifußball als seine "Komfortzone" verstand. Für ehrgeizige Menschen, so Jansen, sei ein langer Verbleib innerhalb der Komfortzone "irgendwann ungesund".

"Klar hatte ich Angst"

"Klar hatte ich damals Angst, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Aber jetzt, mit fünf Jahren Abstand, kann ich sagen: Es war die absolut richtige Entscheidung", so Jansen. Diese Ansicht ist durchaus nachvollziehbar. Immerhin hat der WM-Teilnehmer von 2006 und 2010 einen steilen Aufstieg beim HSV hinter sich. Während frühere Kollegen ihre Karriere ausklingen lassen, ist er mit 34 Jahren bei einem großen Traditionsklub in der absoluten Führungsrolle. Allerdings ist bei den Rothosen auch immer klar: Bleibt der Erfolg aus, kann Jansen mit Mitte 30 auch schon ein gescheiterter Funktionär werden.

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Lars Pollmann  
28.07.2020