Ablösefrei zu Everton

James' Raketenstart wirft schlechtes Licht auf Zidane

James überragt bei Everton. Foto: ALEX LIVESEY/POOL/AFP via Getty Images
James überragt bei Everton. Foto: ALEX LIVESEY/POOL/AFP via Getty Images

Der FC Everton empfängt am heutigen Samstag den FC Liverpool zum Merseyside-Derby. Die Toffees gehen dabei als Tabellenführer ins Rennen. Ein Gesicht des Erfolgs ist James Rodriguez, den der Klub von Carlo Ancelotti dem Vernehmen nach zum Nulltarif von Real Madrid holte.

Bei den Königlichen mehren sich laut Medienberichten intern kritische Stimmen, die in dem Deal eine Aussage zu Zinedine Zidane verstehen. Der einflussreiche Chefcoach hatte in der Vorsaison kaum Verwendung für den Spielgestalter, der sich nun in der Premier League auf absolutem Weltklasse-Niveau zeigt. Dass in englischen Medien bereits vom "Jahrhundert-Diebstahl" die Rede sei, wenn es um James geht, rücke Zidane intern in schlechtes Licht.

Ablösefreier Abgang

Real musste im Sommer ob der Corona-Pandemie Geld einsparen, weswegen Top-Verdiener wie Gareth Bale und eben James ziehen gelassen wurden. Dass jedoch für den 29-jährigen Kolumbianer, der 2014 für 75 Millionen Euro von der AS Monaco nach Madrid kam, kein Cent Ablöse zu holen war, gilt bei den Königlichen als Fehlleistung. Für die Zidane von mancher Stimme verantwortlich gemacht wird. Der französische Coach setzt für gewöhnlich nicht auf einen klassischen Zehner wie James, der bei Real viele seiner insgesamt 125 Pflichtspiele auf dem Flügel verbrachte.

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Lars Pollmann  
17.10.2020