Sportchef kontert Kritik

Neue Außenverteidiger und Stürmer? Jakobs: "Wir hatten andere Prioritäten"

Jörg Jakobs hat Stellung zu den Transferaktivitäten des 1. FC Köln bezogen. Foto: Imago.
Jörg Jakobs hat Stellung zu den Transferaktivitäten des 1. FC Köln bezogen. Foto: Imago.

Während des Transferfensters wurde der 1. FC Köln für die Besetzung in der Außenverteidigung und der Sturmspitze kritisiert. Wie Interims-Sportchef Jörg Jakobs erklärt, hatten die Verantwortlichen aber keine Absicht, in diesen Bereichen nachzurüsten.

"Ich habe gelesen, dass die Transferperiode für uns schlecht gelaufen ist, weil es nicht gelungen sei, für diese Positionen Spieler zu verpflichten. Fakt ist, dass wir es nicht wollten. Wir hatten andere Prioritäten und haben im Prozess einen anderen Plan entwickelt", sagt Jakobs im Interview mit dem General-Anzeiger Bonn. Der 50-Jährige betonte, Bilder, die in der Öffentlichkeit entstehen, würden nicht zwingend mit der Realität übereinstimmen: "Wenn von außen immer wieder gesagt wird, dass es Verstärkungen für diese Positionen braucht, dann entsteht irgendwann das Bild, dass wir das machen müssen. Das ist aber nicht so."

Jakobs: "Das meiste ist gut gelaufen"

In der abgelaufenen Transferperiode war der 1. FC Köln zunächst darum bemüht, Einnahmen zu generieren, weshalb Sebastiaan Bornauw an den VfL Wolfsburg und Ismail Jakobs an die AS Monaco verkauft wurde. Entgegen einiger Erwartungen blieb Ellyes Skhiri beim FC, während mit Dejan Ljubicic, Marvin Schwäbe, Timo Hübers, Luca Kilian und Mark Uth fünf Neuzugänge verpflichtet wurden. Unter dem Strich ist Jakobs mit den Transferaktivitäten zufrieden: "Das meiste ist gut gelaufen. Wir sind zufrieden, auch weil es eine Einheit gibt, die mit dem Trainer arbeitet. Mit der er sich auf einen gemeinsamen Weg verständigt hat."

Mit "gutem Gefühl" in die neue Saison

Die Verantwortlichen seien mit einem "guten Gefühl" in die Saison gegangen, so Jakobs - bisher wurden sie keineswegs enttäuscht. Unter Steffen Baumgart gewann der FC zwei der ersten drei Bundesligaspiele, zudem boten mit Anthony Modeste, Louis Schaub und Benno Schmitz einige Akteure, die vor der Saison bereits abgeschrieben wurden, gute Leistungen. Hält der Trend an, dürften sich die FC-Bosse in ihrem Handeln endgültig bestätigt fühlen.

Florian Bajus  
06.09.2021