Ex-Kölner in Monaco

Jakobs: "Es ist fast alles so gekommen, wie ich mir das erhofft habe"

Ismail Jakobs (l.) wechselte von Köln nach Monaco. Foto: Getty Images.
Ismail Jakobs (l.) wechselte von Köln nach Monaco. Foto: Getty Images.

Ismail Jakobs wechselte im Sommer vom 1. FC Köln zur AS Monaco. Diesen Schritt bereut der Außenbahnspieler zu keiner Sekunde - auch wenn er sich fragt, wie er unter FC-Coach Steffen Baumgart gespielt hätte.

Für 6,5 Millionen Euro war der 1. FC Köln bereit, Ismail Jakobs zur AS Monaco ziehen zu lassen. In der Mannschaft von Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac kam der deutsche U21-Nationalspieler 20-mal zum Einsatz, begann allerdings nur in acht Partien in der Startformation. Nichtsdestotrotz ist er mit den ersten Monaten im Fürstentum zufrieden: "Ich habe es noch keine Minute bereut, dass ich jetzt in Monaco lebe. Ich bin glücklich hier und würde diesen Schritt immer wieder so machen", sagte Jakobs gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger

"Ich habe den Kopf nicht hängen lassen"

In den ersten Wochen habe er die nötige Geduld aufgebracht, um in seiner neuen Mannschaft anzukommen, erläuterte Jakobs: "Als ich zu Beginn nur selten zum Einsatz kam, bin ich nicht sofort ungeduldig geworden, sondern ich habe den Kopf nicht hängen gelassen und bin positiv geblieben. Monaco ist eine Spitzenmannschaft mit Spitzenspielern, mir war klar, dass ich da etwas Anpassungszeit benötige. Zumal auch der Fußball hier ein ganz anderer ist." Mittlerweile aber kommt er regelmäßig zum Zug, und nach einem mäßigen Start mit drei Niederlagen in fünf Partien befinden sich die Monegassen in der Ligue 1 auf Platz sechs und haben die Europapokalplätze im Blick.

Lob für Kovac: "Ein super Typ"

"Insgesamt ist jetzt fast alles so gekommen, wie ich mir das erhofft und erträumt habe", sagte Jakobs, der eine hohe Wertschätzung gegenüber Cheftrainer Kovac offenbarte: "Der Trainer ist ein super Typ, der in Monaco allgemein gut ankommt. Er hat hier deutsche Disziplin reingebracht, auf der anderen Seite zeigt er auch kroatisches Temperament. Es passt einfach." Gleichzeitig stellte sich der 22-Jährige bei einem Blick zurück in die Heimat die Frage, wie er unter Steffen Baumgart auftreten würde: "Er ist der Typ Trainer, der es schafft, aus allen Spielern das Bestmögliche herauszuholen. Steffen Baumgart hätte mich ja auch gerne beim FC behalten. Es wäre sicherlich auch für mich spannend geworden, unter ihm zu spielen." Doch darüber, dass sich diese Chance nicht mehr bietet, kann Jakobs vermutlich hinwegsehen.

Florian Bajus  
29.12.2021