Bundesliga-Revolution?

Investoren? Rummenigge: "Sollte jeder Verein selbst entscheiden!"

Karl-Heinz Rummenigge hat seine Meinung zu Investoreneinstiegen geäußert. Foto: Imago

In Deutschland wird bislang eisern an der 50+1-Regel festgehalten. Wird diese bald gekippt, damit die Bundesliga im internationalen Vergleich konkurrenzfähig bleiben kann? Karl-Heinz Rummenigge, Ex-Boss des FC Bayern München, legt diese Frage in die Hände der Klubs.

Muss die Bundesliga ihre Türen für Investoren öffnen, damit die Klubs in Spanien, England und Italien nicht davonziehen? "Es liegt an der Bundesliga zu entscheiden, ob sie dieses Modell in Zukunft beibehalten will. In Deutschland wird diese Art von Fragen vielleicht mit mehr Vorsicht behandelt. Die deutschen Fans sind in dieser Frage kritischer als die englischen, italienischen und spanischen", sagte Karl-Heinz Rummenigge, ehemaliger Vorstandschef des FC Bayern München, im Interview mit der spanischen AS. Seine Forderung: "Die Fans müssen kritisch sein, aber nicht so retro. Ich denke, wir sollten uns nicht von vornherein verschließen, sondern das Für und Wider abwägen."

Vergleich zwischen St. Pauli und Paris Saint-Germain

Die Bundesliga müsse sich ganz konkret die Frage stellen, ob sie mit den aktuellen Rahmenbedingungen dauerhaft mithalten kann: "Wir müssen folgende Frage beantworten: Reicht die Bundesliga als Wettbewerb aus oder wollen wir weiterhin deutsche Mannschaften auf internationaler Eben erfolgreich sein?" Dafür müsse ein Umdenken her, aber nicht verpflichtend: "Ich denke, dass zumindest in Deutschland jeder Verein selbst entscheiden können sollte, ob er seine Türen für Investoren öffnen will oder nicht." Konkret nannte Rummenigge Zweitligisten FC St. Pauli: "Der wird das nie tun. Aber vielleicht haben andere Vereine das Bedürfnis, dies zu tun, um wieder in die Zukunft blicken zu können. PSG war vor dem Beitritt Katars auf internationaler Ebene nicht konkurrenzfähig und ist nun der Favorit auf den Sieg in der Champions League." Für die Bundesliga wäre es zweifelsohne eine Revolution.

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Benjamin Heinrich  
13.09.2021