Rothosen würden Allrounder ins Ausland ziehen lassen

Interesse nur in Liga zwei: Muss Jung beim HSV bleiben?

Jung spielt beim HSV nur noch eine untergeordnete Rolle. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Jung spielt beim HSV nur noch eine untergeordnete Rolle. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der Hamburger SV hält im Winter-Transferfenster zwar Augen und Ohren offen, eine Verpflichtung steht aber nicht zwingend auf der Agenda. Dies betonte zuletzt etwa Daniel Thioune. Aufseiten der Abgänge ist eher Bewegung vorstellbar. Eigentlich gehört Gideon Jung dabei zu den ersten Anwärtern auf eine Luftveränderung.

Den Defensiv-Allrounder hätte der HSV wohl schon im Sommer gerne abgegeben, um eine Einsparung im Gehaltsbudget zu erzielen. Doch seinerzeit fand sich kein Abnehmer, mit dem der 26-Jährige sonderlich glücklich gewesen wäre. Ein halbes Jahr später wäre der gebürtige Düsseldorfer womöglich doch bereit, auch innerhalb der 2. Bundesliga zu wechseln, wie ein Bericht der Hamburger MOPO nahelegt.

Erst 236 Minuten auf dem Feld

Doch nun ziert sich der HSV, Jung ziehen zu lassen. Demnach befürchten die Verantwortlichen, im engen Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga einen Konkurrenten womöglich entscheidend zu verstärken. Jung stand in der laufenden Saison zwar erst 236 Minuten auf dem Feld, hat in der Vergangenheit aber doch Qualitäten nachgewiesen. Der HSV liegt auf Tabellenplatz zwei, hat aber eine ganze Reihe von Klubs in Lauerstellung hinter sich.

Kein konkretes Interesse im Ausland?

Mit einer Siegesserie könnte in dieser Zweitliga-Saison noch mehr als die Hälfte aller 18 Klubs ein Wörtchen um den Aufstieg mitsprechen. Die Rothosen würden Jung dem Bericht zufolge deshalb lieber ins Ausland ziehen lassen. Da soll sich aber, anders als im Sommer, aktuell kein konkreter Interessent auftun. Nicht auszuschließen deshalb, dass der Defensivspieler bis Saisonende beim HSV bleibt. Immerhin gelte er trotz seiner schlechten Perspektive nach wie vor als Teamplayer, der das Klima in der Mannschaft keineswegs zu vergiften drohe.

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Lars Pollmann  
29.12.2020