Rekordeinkauf vor Abschied

Inter-Rückkehr von Lukaku: Will Chelsea im Gegenzug Spieler?

Lukaku will Chelsea nach nur einem Jahr wieder verlassen. Foto: Getty Images
Lukaku will Chelsea nach nur einem Jahr wieder verlassen. Foto: Getty Images

Romelu Lukaku ist vergangenes Jahr für kolportierte 113 Millionen Euro von Inter Mailand zum FC Chelsea gewechselt. Der zweite Anlauf bei den Blues, wo sich der Belgier einst nicht behaupten konnte, galt als Herzensangelegenheit. Genauso verhält es sich nun bei der Rolle Rückwärts, über die die Klubs konkret verhandeln.

Beinahe sämtliche italienische Sportzeitungen machten am Donnerstag mit Meldungen zum Sturm-Koloss auf, dessen leihweise Rückkehr zu Inter auf der Halbinsel als fast schon ausgemachte Sache gilt. Die Nerazzurri müssen dem Vernehmen nach das volle Gehalt des Stürmers übernehmen und eine eher vernachlässigbare Leihgebühr entrichten. Optimismus scheint angebracht, ganz so weit ist der Deal aber wohl doch noch nicht. Jedenfalls berichtet der Transfer-Experte David Ornstein für das Portal The Athletic, dass es noch keine Einigung zwischen den Parteien gebe.

Dumfries, Martinez und Bastoni zuletzt im Gespräch

Das Problem sei dabei weniger die finanzielle Ausgestaltung des Deals als der Umstand, dass Chelsea im Gegenzug für die günstige Leihe des Rekordeinkaufs Spieler von Inter verlangen soll. Ob es sich dabei um einen oder gleich mehrere Profis des italienischen Pokalsiegers handelt, ist unklar. Zuletzt waren bereits Flügelspieler Denzel Dumfries, Angreifer Lautaro Martinez und Verteidiger Alessandro Bastoni mit einem möglichen Wechsel nach London in Verbindung gebracht worden. Wie Ornstein weiter berichtet, gehen die Parteien letztlich davon aus, dass die Rückkehr von Lukaku nach Mailand über die Bühne gehen wird.

Klubbesitzer Boehly noch nicht vollends überzeugt

Zwar sei der neue Klubbesitzer Todd Boehly seitens der Chelsea-Verantwortlichen bislang noch nicht vollends überzeugt worden, warum es eine gute Idee sein soll, den teuersten Spieler der eigenen Geschichte zu den besagten Konditionen zu verleihen. Aber aufgrund der problematischen Beziehung von Lukaku zu Trainer Thomas Tuchel gilt ein Wechsel des 29-Jährigen letztlich doch als beste Lösung für alle Parteien. Der Nationalspieler kam in der vergangenen Saison auf 15 Pflichtspieltore in 44 Einsätzen, spielte aber in den wichtigsten Partien oft nur eine Nebenrolle. Bei Inter war Lukaku absoluter Publikumsliebling gewesen, steuerte in 95 Partien 64 Tore bei.

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Lars Pollmann  
16.06.2022